Oberstdorf – Waldarbeiter erleidet tödliche Kopfverletzungen

Lkrs. Oberallgäu/Oberstdorf | 27.04.2012 | 12-0931

rettungshubschrauber christoph-17 new-facts-euEin tödlicher Arbeitsunfall hat sich am späten Freitag Vormittag, 27.04.2012, bei Oberstdorf, Lkrs. Oberallgäu, ereignet. Ein 62-jähriger Mann wollte am Vormittag zusammen mit seinem Sohn und einem weiteren Begleiter in sehr steilem Gelände Holzrückarbeiten ausführen. Um das Holz in zugängliches Gelände zu transportieren, wurde von den Männern in dem 35 Grad steilen Bereich eine Transportseilbahn aufgebaut, die einen Höhenunterschied von ca. 350 Meter überwinden sollte. Während eines Transports kam es gegen 9.40 Uhr aus bisher ungeklärter Ursache zu einem Bruch einer Rolle. Bei diesem Vorfall wurde der 62-jährige Mann von einem Teil der Seilbahn am Kopf getroffen, wodurch er schwerste Kopfverletzungen erlitt.

Während einer seiner Begleiter ins Tal lief um den Rettungsdienst zu verständigen, wurden vom anderen Begleiter Wiederbelebungsversuche durchgeführt. Aufgrund der Mitteilung an die Integrierte Leitestelle Allgäu wurde ein Angehöriger der Bergwacht Oberstdorf und ein Notarzt mit dem Rettungshubschrauber „Christoph 17“  zu dem Verletzten geflogen. Drei Angehörige der Alpinen Einsatzgruppe, die sich zu diesem Zeitpunkt auf einer Übung befanden, wurden vom Polizeihuschrauber ebenfalls zur Unglücksstelle geflogen. Trotz der Bemühungen der Begleiter und der Rettungskräfte erlag der 62 Jährige seinen Verletzungen. Der Verstorbene wurden vom Polizeihubschrauber ins Tal geflogen. Zur Betreuung der Angehörigen wurde das Kriseninterventionsteam (KIT) angefordert. Die Ermittlungen zur Ursache des Bruchs der Rolle wurde von der Kriminalpolizei übernommen.

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