Oberstdorf – Schlammlawine verwüstet Teile des Kurorts – zahlreiche Einsatzkräfte von Feuerwehr, THW, BRK, Bergwacht, JUH im Einsatz

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Foto: Pöppel

UPDATE 22.00 Uhr

Nach einem unkontrollierten Abgang von Schlamm und Geröll, der sich bis in den Ortsrand hinzog, mussten Bewohner ihre Anwesen räumen. Die meisten können nun wieder in ihre Häuser zurück.

Nachdem sich die Rettungskräfte zwischenzeitlich einen guten Überblick des Ausmaßes verschaffen konnten, steht fest, dass die meisten Bewohner in ihre Häuser zurück können. Etwa 20 Personen folgen der Empfehlung der Marktgemeinde Oberstdorf, die Nacht andernorts zu verbringen, weil ihre Anwesen nicht mit Strom versorgt werden können. Durch den Ersten Bürgermeister wurden für diese Familien Ausweichquartiere besorgt.
Die kommende Nacht werden weiterhin Bachläufe ausgebaggert, damit keine weiteren Verklausungen zustande kommen können. Außerdem wird mit groben Aufräumarbeiten begonnen, die morgen und die kommende Tage fortgeführt werden. Der gesamte Sachschaden kann derzeit noch nicht beziffert werden.

Unter der Rufnummer (08322) 700700 hat die Marktgemeinde ein Infotelefon besetzt, unter welchem Urlaubsgäste und Reiseunternehmen sich darüber informieren können, ob ihr Quartier durch den Vorfall beeinträchtigt wurde.

 


 

Am Sonntag Nachmittag, 14.06.2015, kam es nach Starkregen im Bereich Nebelhorn/ Seealpe zum unkontrollierten Abgang von Geröll und Schlamm, der sich bis in den bebauten Ortsrand hinzog.

Aufgrund dessen wurden durch die Feuerwehr und Polizei mehrere Anwesen in den Bereich Faltenbach und Dummelsmoos evakuiert werden. Dabei waren rund 300 Personen betroffen. Sie werden derzeit vom Rettungsdienst im Oberstdorf Haus betreut. Es kam zu keinen Verletzten. Allerdings wurden mehrere Anwesen vom Geröll und Schlamm, in der Hauptsache durch gefüllte Keller, beschädigt. Daneben sind betroffene Straßen derzeit gesperrt. Damit es zu keinen Verklausungen kommt, werden die Bachläufe derzeit ausgebaggert.
Um den Einsatzkräften einen Überblick über das Ausmaß des Abganges zu verschaffen, war ein Polizeihubschrauber im Einsatz. Daneben waren ein Rettungshubschrauber und ein SAR-Hubschrauber der Bundeswehr im Einsatz. Die rund 350 Einsatzkräfte stellen die Polizei, umliegende Feuerwehren, das Technische Hilfswerk und der Rettungsdienst, sowie die Bergwacht. Daneben halfen auch mehrere Anwohner bei Aufräumarbeiten mit.