Obama hat Verständnis für Kurs von Tsipras

Barack Obama, über dts Nachrichtenagentur
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Washington – US-Präsident Barack Obama hat sich in den europäischen Schuldenstreit eingeschaltet und Verständnis für den Kurs des neuen griechischen Ministerpräsidenten Alexis Tsipras geäußert. „Sie können Länder, die sich inmitten einer Depression befinden, nicht immer weiter ausquetschen“, sagte Obama in einem Interview mit dem US-Fernsehsender CNN. Wenn sich eine Wirtschaft „im freien Fall“ befinde, brauche es vor allem eine Wachstumsstrategie, erklärte der US-Präsident.

Nur so könne ein Land seine Schuldenlast reduzieren. Obama räumte zugleich ein, dass Strukturreformen in Griechenland nötig seien. Gleichwohl seien diese angesichts des sinkenden Lebensstandards in Griechenland nur schwer umzusetzen. Obama hoffe, dass Griechenland Teil der Eurozone bleiben könne. Um dies zu erreichen, seien aber „Kompromisse auf allen Seiten“ nötig, betonte der US-Präsident. Ganz generell benötige Europa nun eine Strategie zur Ankurbelung des Wachstums. „Wenn wir etwas in Amerika gelernt haben, dann ist der beste Weg, um hohe Schulden abzubauen, Wachstum.“ Die neue griechische Regierung um Ministerpräsident Tsipras will viele Sparmaßnahmen aussetzen und hat zudem die Zusammenarbeit mit der Troika aus Europäischer Zentralbank, Internationalem Währungsfonds und EU-Kommission aufgekündigt.

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