Nuhr weist Vorwurf der Islam-Hetze zurück

Gläubige Muslime beim Gebet in einer Moschee, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Gläubige Muslime beim Gebet in einer Moschee, über dts Nachrichtenagentur

Berlin – Kabarettist Dieter Nuhr hat den Vorwurf zurückgewiesen, gegen den Islam zu hetzen. Im Gespräch mit der „Welt am Sonntag“ sagte Nuhr mit Bezug auf eine Anzeige gegen ihn: „Ich finde es lustig, weil ich ja keine Religionsgemeinschaft beschimpfe. Ich habe kein Interesse daran, Muslime zu beschimpfen.“

Nuhr warnte jedoch davor, den Islam aus Angst vor möglichen Reaktionen nicht öffentlich zu kritisieren. „Die freiheitlichen Rechte sind immer bedroht, von verschiedener Seite“, so Nuhr. Beim Islam „überlässt man den Protest den Rechten. Das finde ich sehr schade, weil Bürgerrechte und Freiheit ein dezidiert linkes Thema sind – und ein Thema der bürgerlichen Mitte.“ Der 53-Jährige kritisierte Kollegen, die sich nicht kritisch mit dem Islam auseinandersetzen würden. „Die ziehen dann halt den Schwanz ein“, erklärte Nuhr. „Man will ausländerfreundlich sein, man will aber auch Meinungsfreiheit.“ Man wolle frauenfreundlich sein, aber auch islamfreundlich. Dies führe zu Konflikten zwischen den einzelnen Werten. „Und die Kollegen gehen dann gern den Weg, der nicht wehtut.“

Über dts Nachrichtenagentur

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