NRW-Ministerpräsident Laschet twittert bewusst weniger

Düsseldorf (dts Nachrichtenagentur) – NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) hat das Twittern nach seiner Wahl zurückgefahren. „Jeder Satz wird ja jetzt anders wahrgenommen“, sagte Laschet der „Zeit“-Beilage „Christ & Welt“. Wenn er als Ministerpräsident sage, der „Tatort“ habe ihm nicht gefallen, sei das gleich eine Agenturmeldung.

Auch bei mancher Streiterei in Partei oder Koalition sei er heute stiller als früher: „Früher wollte ich alles, was ich falsch fand, richtigstellen. Heute denke ich oft: Man muss auch einmal schweigen, um etwas zu lösen.“ Seine Tage als Ministerpräsident seien oft hektisch, so Laschet. „Egal wo ich hinkomme, wird erwartet, dass ich spreche, dass ich zuhöre, dass ich liefere. Selbst wenn ich privat irgendwo essen gehe, will oft jemand mit mir sprechen oder ein Selfie machen.“ Viele Phasen der Ruhe erlebe er nicht – außer in der Kirche, im Flugzeug und spätabends in der NRW-Landesvertretung in Berlin. Dort übernachte er manchmal alleine. Dort höre er „keinen Laut, nur mein eigenes Atmen. Es ist menschenleer. Einen stilleren Ort finden Sie nicht“.

Armin Laschet, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Armin Laschet, über dts Nachrichtenagentur