NRW-Minister Duin kritisiert Seehofer wegen Energiewende

Hochspannungsleitung, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Hochspannungsleitung, über dts Nachrichtenagentur

Düsseldorf/ München – Der nordrhein-westfälische Wirtschaftsminister Garrelt Duin (SPD) hat den bayerischen Ministerpräsidenten Horst Seehofer wegen dessen Forderung nach einem Moratorium beim Netzausbau scharf attackiert. „Herrn Seehofer muss jemand mal den Stecker ziehen. Eine deutsche Energiewende verträgt keine bayrischen Alleingänge“, sagte Duin der „Rheinischen Post“.

Der Netzausbau sei die richtige Antwort für die Versorgungssicherheit im ganzen Land. „Es wird endlich Zeit, dass volkswirtschaftliche Vernunft die Energiewende gestaltet und nicht lokales oder ideologisches `Wünsch Dir was`.“ CSU-Chef Horst Seehofer hatte gefordert, im Bund noch einmal komplett neu über den Bau zusätzlicher Stromtrassen für die Energiewende zu verhandeln. „Wir sind im Moment an einer Wegscheide, wo wir wirklich nachdenken müssen über den nächsten Schritt der Energiewende“, sagte Seehofer der „Süddeutschen Zeitung“. Der Automatismus der Vergangenheit, „wir bauen erneuerbare Energien überall aus und hängen dann alles mit Netzen zusammen“, sei schwer ins Wanken gekommen, so Seehofer.

Über dts Nachrichtenagentur

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