Nonnenhorn | Grenzpolizei kann Einmietbetrügerin ermitteln und verhaften

Für eine 50-jährige Frau endete ihre Reise an den Bodensee mit Untersuchungshaft. Sie mietete sich unter dem Vorwand, ihren Ausweis verloren zu haben und erst am Montag Geld zu bekommen, in einem namhaften Hotel ein. Ihre Geschichte schien dem Hotelier dann aber doch verdächtig, so dass er die Grenzpolizei Lindau verständigte. Zunächst wurde nur festgestellt, dass die Dame wegen eines Betruges gesucht wurde. Weitere Nachforschungen der Schleierfahnder ergaben jedoch, dass sie bereits mehrfach im Allgäu, im Kleinwalsertal und am Bodensee wegen Einmietbetrugs angezeigt worden war. In der Schweiz, wo sie angeblich wohnhaft sei, wurde sie gleich mit zwei Haftbefehlen gesucht. Ihre Masche war dabei meistens dieselbe: Unter glaubhaft vorgebrachten Argumenten mietete sie sich in Hotels ein, zahlte eine kleine Summe an und verschwand nach ein paar Tagen, ohne die oft erhebliche Restschuld von mehreren Hundert Euro zu bezahlen. Die Ermittlungsschlinge zog sich zu, als die Fahnder im aktuellen Fall im Gepäck der Dame einen unterschlagenen Hotelschlüssel auffanden und sich herausstellte, dass die Dame auch hier nicht bezahlt hatte. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Kempten wurde die Dame beim AG Memmingen einem Richter vorgeführt. Seitdem sitzt die Betrügerin in Untersuchungshaft.