Nigeria: Amnesty International wirft Militär Kriegsverbrechen vor

Abuja – Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International hat dem nigerianischen Armee vorgeworfen, im Kampf gegen die radikalislamische Gruppierung Boko Haram im Nordosten des Landes Kriegsverbrechen zu begehen. Videoaufnahmen und Fotos zeigen der Organisation zufolge grausame Hinrichtungen von mutmaßlichen Boko-Haram-Kämpfern durch das Militär und militante Bürgerwehren. Die Bilder deckten sich mit zahlreichen Augenzeugenberichten.

Boko Haram verübt immer wieder Anschläge in Nigeria. Die Regierung hat deshalb ein scharfes Vorgehen gegen die Gruppierung angekündigt. Amnesty International zufolge sind allein in diesem Jahr mehr als 4.000 Menschen dem Konflikt zum Opfer gefallen. Die Menschenrechtsorganisation rief die Regierung dazu auf, sicherzustellen, dass keine Menschenrechtsverletzungen mehr verübt würden. Boko Haram und andere Gruppierung verübten schreckliche Verbrechen; diese rechtfertigten jedoch keine Verbrechen seitens des Militärs.

Über dts Nachrichtenagentur

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