Niedersachsen verteidigt Entlastung von VW-Vorstand

Wolfsburg (dts Nachrichtenagentur) – Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) hat die geplante Entlastung des VW-Vorstands verteidigt. „Wir haben in einem intensiven Prozess ganz nüchtern geprüft, ob es in den bisherigen Ergebnissen der Untersuchung zur Diesel-Affäre Belege für konkrete Pflichtverletzungen von Mitgliedern des VW-Vorstands im Jahr 2015 gibt“, sagte Weil, der im Aufsichtsrat von VW sitzt, dem „Handelsblatt“ (Donnerstagausgabe). Das sei nach dem derzeitigen Erkenntnisstand nicht der Fall.

Dem Aufsichtsrat sei dies gutachterlich nach einer intensiven Prüfung bestätigt worden. „Sollte sich daran bis zur Hauptversammlung noch etwas ändern, machen wir diese Frage wieder auf.“ Vorstand und Aufsichtsrat haben den Aktionären vorgeschlagenen, beide Gremien auf der Hauptversammlung am 22. Juni in Hannover zu entlasten. Laut Weil wurde auch eine Verschiebung auf die nächste Hauptversammlung geprüft. „Nach vielen Monaten der Untersuchung hätte eine Verschiebung aber sicher irreführende Spekulationen ausgelöst, die für das Unternehmen schädlich gewesen wären“, sagte der SPD-Politiker. Niedersachsen ist nach den Familien Porsche und Piëch der zweitgrößte Aktionär der Volkswagen AG.

VW-Logo, über dts Nachrichtenagentur
Foto: VW-Logo, über dts Nachrichtenagentur