Nick Cave: Natürlich ist die US-Polizei rassistisch

US-Polizeiauto, über dts Nachrichtenagentur
Foto: US-Polizeiauto, über dts Nachrichtenagentur

Berlin – Der australische Musiker Nick Cave hält die Polizei in den USA „natürlich“ für rassistisch. „Die Polizei hat ein schreckliches Problem“, sagte er im Interview mit der „Welt“. „Die findet: Wenn sich zwei Schwarze erschießen, ist das deren Sache. Eine schwarze Sache.“

In den US-Gefängnissen gebe es „verglichen mit Weißen“ sehr viele Farbige. Darüber hinaus sähen die „Cops“ nicht wie freundliche Polizisten aus, „sondern wie Armee-Typen, wie Sci-Fi-Soldaten mit Sci-Fi-Equipment“. Dennoch seien die USA „einer der großartigsten Orte, die man besuchen kann“, so der 57-Jährige. Auch vom Berlin der Achtziger schwärmte der Musiker: „Dieses Berlin hatte eine Gesellschaft innerhalb der Gesellschaft. Eine Künstlergesellschaft. Wir waren unzufrieden und fühlten uns fremd, wir liefen vor etwas weg. Und Zuflucht fanden wir in Berlin, diese Stadt gab uns eine künstlerische Einheit.“ Diese Art kreativer Bindung habe er nie wieder gefühlt. „Aber was heute in Berlin passiert – keine Ahnung. Was mir wirklich zu Berlin einfällt, diese kleberhaft zusammengeklebten Knödel mit Rotkraut und Schmorfleisch, das ist genial.“

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