Neu-Ulm – Rumänen bieten falsches Gold zum Kauf an

Lkrs. Neu-Ulm/Neu-Ulm + 29.01.2013 + 13-0178

Dienstag, 29.01.2013, am Spätnachmittag, boten zwei rumänische Staatsangehörige einem Handwerker in einem Geschäft in der Innenstadt Goldschmuck zum Kauf an.

polizisten-38Für einen Ring oder eine Halskette aus angeblich 14-karätigen Gold wollten die vermeintlichen Verkäufer 150 Euro pro Stück. Da bei dem Handwerker Zweifel aufkamen, vertröstete er die Schmuckverkäufer auf einen späteren Zeitpunkt. Als die Rumänen nach einer dreiviertel Stunde wieder zurückkamen, warteten schon alarmierte Zivilstreifen der Polizei Neu-Ulm auf die Schmuckverkäufer. Nachdem einer der Verkäufer das Geschäft betrat, ein weiterer vor dem Laden „Schmiere stand“ und der Dritte im Bunde im geparkten Pkw wartete, wurden alle drei Personen von den Zivilbeamten festgenommen. Die Überprüfung von den mitgeführten neun Ringen und fünf Halsketten aus Gold ergab, dass es sich um minderwertige Messingware mit einer hartvergoldeten Legierung handelte. Ein Juwelier bestätigte, dass dieser angebliche Goldschmuck einen Wert von 50 Cent pro Stück hat.


Nach Rücksprache mit dem verständigten Jour-Staatsanwalt ordnete dieser wegen des versuchten Trickbetruges und der Hehlerei eine Sicherheitsleistung bei den Tätern, die nur einen Wohnsitz in Rumänien haben, an. Zunächst versicherten die Täter gegenüber den Polizeibeamten kein Bargeld mehr mitzuführen. Nach einem Aufenthalt in der Haftzelle, mit der Aussicht auf eine längere Haftdauer aufgrund der fehlenden Barmittel für die Sicherheitsleistung, besannen sich die Täter, dass sie in ihrem Pkw, versteckt in der Nackenstütze noch Geld hatten, um den geforderten dreistelligen Eurobetrag zahlen zu können. Nach der folgenden Begleichung der Sicherheitsleistung konnten die Rumänen entlassen werden.



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