Neu-Ulm – Neuer Kommandant der Neu-Ulmer Feuerwehr nicht in Sicht

Lkrs. Neu-Ulm/Neu-Ulm + 27.09.2013 + 13-1727

Die Spannungen sind wohl größer als bisher bekannt, wenn man dieses Wahlergebnis anschaut. Auch die Freiwilligen Feuerwehren stehen nicht 100%ig hinter Daumann wie die Ergebnisse der einzelnen Wahlgänge zeigen.

05-05-2013 neu-ulm einweihung inbetriebnahme kreiseinsatzzentrale feuerwehr-neu-ulm bayerische-justizministerin merk tag-der-offenen-tür feuerwehr-neu-ulm pöppel new-facts-eu20130505 0109Die am Freitag, 27.09.2013, im Rahmen der Dienstversammlung stattgefundene Neuwahl des Neu-Ulmer Kommandanten endete mit einer dicken Überraschung. Keiner der Kandidaten konnte nach drei Wahlgängen die erforderliche Stimmenzahl erreichen.

In der im Vorfeld der Wahlen erfolgten Aussprache, an der auch Kreisbrandrat Dr. Schmidt sowie Oberbürgermeister Gerold Noerenberg zugegen waren, gab es keine Wortmeldungen. In der daran anschließenden Wahl kandidierte der derzeitige Kommandant Rainer Daumann.

Von den 158 gültigen Stimmen entfielen 62 Stimmen auf Daumann, 95 stimmten mit Nein ab, eine Stimme erreichte Jochen Kanta, da das Wahlprozedere es bei nur einem Kandidaten ermöglicht auch andere wählbare Feuerwehrleute durch Handeintrag auf dem Stimmzettel zu wählen. Vier Stimmen waren ungültig.

Für die erforderliche Stichwahl stellten sich Rainer Daumann und Jochen Kanta zur Verfügung. Von den 158 Stimmberechtigten erhielt Kanta 98 Stimmen, was die absolute Mehrheit darstellt. Umso überraschender war, dass Kanta im Anschluss an den Wahlgang dem Wahlleiter Stephan Endres mitteilte, dass er die Wahl nicht annimmt.

Somit war trotz vorgerückter Stunde eine Wahlwiederholung erforderlich. Für diese erneute Wahl kandidierte Daumann wiederum, erhielt jedoch mit 62 Stimmen nicht die erforderliche Mehrheit, da von den noch anwesenden 149 Wahlberechtigten vier Stimmen auf Denis Böhm fielen und 77 Nein-Stimmen abgegeben wurden. Sechs Stimmen waren ungültig.
Für die erneute Stichwahl stellte sich Böhm nicht zur Verfügung, was zu einer nochmaligen Wiederholung der Wahl geführt hätte. Der Wahlleiter Stephan Endres brach daraufhin, insbesondere da es schon nach Mitternacht war, die Wahl ab und kündigte die Neufestsetzung der Wahl zu einem späteren Termin an.

Der derzeitige Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Neu-Ulm  Daumann ist noch bis zum 31. Januar nächsten Jahres im Amt. Bis dahin muss spätestens ein neuer Kommandant gewählt und vom Stadtrat bestätigt sein, ansonsten muss die Stadt kommissarisch einen Kommandanten bestellen.

Auswirkungen auf Daumanns Funktion als Chef der 34 berufsmäßigen Feuerwehrleute hat die Wahl nicht.

Oberbürgermeister Gerold Noerenberg wie auch Kreisbrandrat Dr. Bernhard Schmidt appellierten an die Wehrleute zu einem vernünftigen Umgang miteinander.

Ein neuer Wahltermin steht derzeit noch nicht fest.


Das Foto zeigt Rainer Daumann anlässlich der Einweihung der Kreiseinsatzzentrale Neu-Ulm.

 

Anzeige