Neu-Ulm – Kreisbrandrat Dr. Schmidt zieht Bilanz für 2012

Lkrs. Neu-Ulm/Illertissen + 17.04.2013 + 13-0744

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Die Kreisbrandinspektion Neu-Ulm lud am Mittwoch, 17.04.2013, in die Schranne nach Illertissen ein, um mit seinem Kommandanten und Gästen Bilanz zu ziehen für das vergangene Einsatzjahr 2012, verdiente Einsatzkräfte zu Ehren und einen Einblick in das Jahr 2013 zu geben.

Kreisbrandrat Dr. Bernhard Schmidt ist für 3.396 Feuerwehrfrauen und –männer verantwortlich. Davon gehören 503 den Jugendfeuerwehren an und 310 Frauen stehen im Landkreis Neu-Ulm im Feuerwehrdienst. Das Einsatzgebiet der Feuerwehren im Landkreis Neu-Ulm beträgt 515 km² und umfasst 166.451 Einwohner. Durch den Landkreis Neu-Ulm verlaufen die Autobahnen A7 und A8 (47 km), Bundesstraßen mit 29 km , Staats- und Kreisstraßen mit 257 km. Ebenfalls kreuzt ein gut ausgebautes Schienennetz durch den Kreis.

Im Jahr 2012 hat es im Lkrs. Neu-Ulm 311 Mal gebrannt – davon 190 Kleinbrände, 37 Mittelbrände, vier Großbrände und 80 Feuer, die beim Eintreffen der Feuerwehr bereits gelöscht waren. Im Bereich der Technischen Hilfeleistung war die Feuerwehr 1.526 Mal gefordert. Darunter fallen 118 Verkehrsunfälle, 130 Sturmschadeneinsätze, 179 Mal Meldungen mit Insekten, 238 Ölspuren u.ä. und 261 sonstige Hilfeleistungen.

Landrat Erich Josef Geßner dankte seinen Feuerwehren für den unermüdlichen Einsatz für den Nächsten. Geßner erinnerte nochmals an den Unwettereinsatz vom 30.06.2013, wo an einem Abend in der Integrierten Leitstelle Donau-Iller rund 1.600 Notrufe aus dem Landkreis eingingen und die Feuerwehren bis in die frühen Morgenstunden gefordert waren. Landrat Geßner lobte Herrn KBR Dr. Schmidt und stellte fest, dass er ein würdiger Nachfolger von Ehrenkreisbrandrat Alfred Raible ist. Mit Fach- und Sachkompetenz, Führungsstärke, Umsicht und Besonnenheit zeichnet sich Dr. Schmidt aus. Der Landrat weiß sein Feuerwehrwesen in guten Händen.

Dr. Schmidt stellte dann das neue Konzept zur Grundausbildung im Feuerwehrdienst vor, berichtete über die umfangreichen Übungen und Ausbildungen und verwies auf die nun fest stehenden Zeitpläne zur Einführung des Digitalfunks. Nach einem Rückblick auf exemplarische große Einsätze sowie die Katastrophenübung des Vorjahres, deren genaue Aufarbeitung noch im Gange sei, übergab der Kreisbrandrat vier mobile Rauchverschlüsse an Feuerwehren und leitete über zu einer Präsentation des Lindauer Stadtbrandinspektors Robert Kainz, der mit seiner Werbeagentur die landesweite Imagekampagne zur Nachwuchsgewinnung der Feuerwehren vorstellte. Mit den Regularien des Kreisfeuerwehrverbandes – Schriftführer-, Kassen-, Prüfbericht und Entlastung – sowie weiteren Dankesworten schloss die Versammlung.

Eine Reihe von Ehrungen, Ernennungen, Verabschiedungen und Auszeichnungen wurde bei der Frühjahrs-Dienstversammlung der Feuerwehrkommandanten des Landkreises Neu-Ulm vorgenommen. Langjährig verdiente Kommandanten, die aus ihrem Amt ausgeschieden sind, erhielten die goldene Ehrennadel des Kreisfeuerwehrverbandes: Bernhard Nußbaumer war 23 Jahre Kommandant in Bellenberg, Otto Uhl ebenso lange in Pfaffenhofen-Berg. Jeweils 18 Jahre waren in diesem Amt tätig: Peter März-Kohn (Straß), Helmut Rogg (Senden), Manfred Schmied (Witzighausen), Werner Wildt (Vöhringen) und Xaver Ruf (Messhofen). Für 15 Jahre als Kommandant in Oberreichenbach erhielt Michael Wiedemann die Ehrennadel des KFV in Silber. Mit dem Ehrenkreuz des Kreisfeuerwehrverbandes in Silber wurde Kreisbrandmeister a. D. Werner Schneider (Weißenhorn) ausgezeichnet. Er war elf Jahre für das Funkwesen im Landkreis verantwortlich und hatte in dieser Zeit nicht nur die Technik intakt gehalten und weiter entwickelt, sondern auch die Feuerwehrleute fachlich aus- und fortgebildet. Ebenfalls das KFV-Ehrenkreuz in Silber erhielt Georg Birk aus Filzingen, der im Rahmen seiner dortigen 45 Dienstjahre 18 Jahre lang als stellvertretender Kommandant aktiv gewesen war. Mit einem Geschenkkorb wurde Markus Großkopf aus Altenstadt verabschiedet, der dort sieben Jahre lang die Atemschutzwerkstatt des Landkreises verantwortlich geleitet und mit großem Einsatz als Ausbilder gearbeitet hatte. Der Neu-Ulmer Feuerwehrbeamte Jochen Kölle wurde als Nachfolger von Werner Schneider zum Kreisbrandmeister für das Funkwesen ernannt. Dieselbe Beförderung erfuhr Thomas Zawadke. Der Diplomingenieur für Fahrzeugtechnik leitet seit 1997 die „Unterstützungsgruppe Örtliche Einsatzleitung (UG-ÖEL)“ und wurde nun im Hinblick auf die ständig wachsenden Aufgaben dieser Gruppe sowie der zur Zeit entstehenden Strukturen der Kreiseinsatzzentrale und Abschnittsführungsstellen zum Kreisbrandmeister bestellt. Dr. Gebhard Fröba, der beruflich als Anästhesist und Notarzt tätig ist und seine Erfahrung seit Jahren in die Erste-Hilfe-Ausbildung einbringt, wurde zum Kreisfeuerwehrarzt ernannt. Zum neuen Leiter der Landkreis-Atemschutzwerkstatt des Landkreises in Altenstadt wurde Franz Kienle bestellt. Kreisbrandrat Dr. Bernhard Schmidt überreichte gemeinsam mit Landrat Erich Josef Geßner die Auszeichnungen bzw. Ernennungsurkunden sowie Geschenke.

 

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Vier neue Führungskräfte erhielten bei der Kommandantendienstversammlung ihre Ernennungsurkunden. Im Bild von links: Kreisbrandrat Dr. Bernhard Schmidt, Franz Kienle (Leiter der Atemschutzwerkstatt), die beiden neuen Kreisbrandmeister Thomas Zawadke und Jochen Kölle, Kreisfeuerwehrarzt Dr. Gebhard Fröba und Landrat Erich Josef Geßner.

 

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Markus Großkopf (links) wurde von Kreisbrandrat Dr. Bernhard Schmidt mit herzlichem Dank und einem Geschenkkorb aus seinem Amt als Leiter der Atemschutzwerkstatt des Landkreises Neu-Ulm in Altenstadt verabschiedet.

 

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Kreisbrandrat Dr. Bernhard Schmidt bei seinem Jahresbericht

 

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Der Lindauer Stadtbrandinspektor Robert Kainz (rechts) stellte bei der Kommandantenversammlung die Imagekampagne des Landesfeuerwehrverbandes Bayern vor, die er mit seiner Werbeagentur entwickelt hatte. Kreisbrandrat Dr. Bernhard Schmidt dankte für die aufschlussreiche Präsentation mit einem Geschenkkorb.

 

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Eine Reihe langjährig-verdienter Führungskräfte wurde bei der Versammlung des Kreisfeuerwehrverbandes verabschiedet und ausgezeichnet. Unser Bild zeigt von links: Bernhard Nußbaumer (Bellenberg), Otto Uhl (Berg), Manfred Schmied (Witzighausen), Peter März-Kohn (Straß), Werner Wildt (Vöhringen), Xaver Ruf (Messhofen), Michael Wiedemann (Oberreichenbach), Georg Birk (Filzingen), Werner Schneider (Weißenhorn) und Kreisbrandrat Dr. Bernhard Schmidt. Nicht mit im Bild ist Helmut Rogg (Senden), der nicht zur Versammlung kommen konnte.

Foto: wis

 

 

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