Neu-Ulm – Jäger verstösst gegen Waffenrecht – Kontrolle vor dem Gerichtssaal

Lkrs. Neu-Ulm/Neu-Ulm | 16.01.2012 | 12-0112

polizeiauto-40Die Sorglosigkeit eines 71-jährigen Jägers aus dem Landkreis Neu-Ulm, rief am Montagmittag, 16.01.2012, gegen 14:00 Uhr, nach einer Einlasskontrolle des Amtsgerichts Neu-Ulm die Neu-Ulmer Polizei auf den Plan. Im Rahmen einer Personenkontrolle durch aufmerksame Justizvollzugsbeamte des Amtsgerichts Neu-Ulm war zunächst eine scharfe Patrone des Kalibers 7,65 offen in einer Hosentasche festgestellt worden, welche der Jäger offensichtlich dort vergessen hatte. Der Jäger betrat das Justizgebäude, um als geladener Zeuge anlässlich einer Zivilverhandlung entsprechend auszusagen.
Bei einer anschließenden, sofortigen Überprüfung des im Umfeld des Amtsgerichts vom Beschuldigten abgestellten Geländewagens durch die alarmierten Polizeibeamten der Polizeiinspektion Neu-Ulm wurde offen im Fahrzeug liegend, eine zugriffsbereite, jedoch ungeladene Bockflinte des Kalibers 12/70 aufgefunden. Die weitere Durchsuchung des Fahrzeugs führte zum Auffinden von drei, nicht in die Läufe der Flinte passenden, Schrotpatronen.

Nachdem die Schusswaffe nicht sicher gegen ein Abhandenkommen oder eine unbefugten Benutzung gesichert war und für den Transport kein nach dem Waffenrecht notwendiges Bedürfnis bestand, wurden die Waffen und die aufgefundenen Patronen sichergestellt.
Den Beschuldigten erwartet aufgrund seiner Nachlässigkeit eine Strafanzeige wegen eines Vergehens nach dem Waffengesetz. Das Landratsamt Neu-Ulm als zuständige Sicherheitsbehörde wurde in Kenntnis gesetzt.

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