Neu-Ulm – Enkeltrick-Betrüger sind wieder aktiv – bitte warnen Sie Ihre Angehörigen

aeltere Frau mit HandyAktuell ereignen sich im Stadtgebiet sogenannte Enkeltrickanrufe. Dabei werden vor allem ältere Menschen Opfer der Betrugsmasche.

Die Täter kontaktieren gezielt ältere Menschen und beginnen mit einer offenen Gesprächsführung wie „Rate mal wer dran ist?“ oder „Erkennst Du mich nicht!“. Nennt das potentielle Opfer nun einen Namen, so nimmt der Täter diese Rolle an. Häufig wird im Anschluss die Möglichkeit eines Immobilienkaufes geschildert, welcher zu günstigen Konditionen, aber daher unter hohem Zeitdruck abgeschlossen werden muss. In diesem Zusammenhang bitten die Täter das Opfer um die Unterstützung mit hohen Bargeldbeträgen. Da der Täter nicht selbst die Übergabe durchführen kann, lässt er sich oftmals durch einen angeblichen Notar- bzw. Anwaltsangestellten vertreten.
Mit zahlreichen Anrufen versuchten die Täter das Opfer in Stress zu versetzten und so den Handlungsdruck zu erhöhen. Sofern das Opfer nicht über Bargeld verfügt, fordert der Täter das Opfer auf sich auf die Bank zu begeben. Häufig organisieren die Täter sogar die Taxifahrt dorthin. Durch gezielte Kontrollanrufe von weiteren Mittätern versuchen die Enkeltrickbetrüger vom Opfer zu erfahren, ob die Polizei oder Verwandte eingebunden wurden.

Am Montag, 11.07.2016, wurden bereits Senioren jeweils in den Stadtteilen Burlafingen und Ludwigseld angerufen.

Auf Grund der aktuellen Anrufe ist davon auszugehen, dass heute noch weitere Personen in Neu-Ulm durch die Täter kontaktiert werden. Daher ergehen von Seiten der Polizei folgenden Hinweise:

  • Seien Sie mißtrauisch wenn Verwandte oder Bekannte am Telefon Geldforderungen stellen.
  • Geben Sie keine Details zu ihren familiären und finanziellen Verhältnissen heraus.
  • Lassen Sie sich zeitlich und emotional nicht unter Druck setzen; beenden Sie das Gespräch in dem Fall.
  • Stellen Sie dem Anrufer gezielt Fragen, zum Beispiel nach dem Namen seiner Mutter, und bestehen Sie auf die Beantwortung.
  • Halten Sie unbedingt zeitnah Rücksprache mit anderen Familienangehörigen. Melden Sie derartige Anrufe sofort der Polizei. Scheuen Sie nicht davor die Notrufnummer 110 zu wählen.
  • Übergeben oder überweisen Sie keinesfalls Geld an Fremde.
  • Löschen Sie nach einem Anruf nicht die Anruferliste des Telefonspeichers.