Neu-Ulm – Chemikalien im Chemieraum ausgetreten

Lkrs. Neu-Ulm/Neu-Ulm + 09./10.01.2014 + 14-0051

10-01-2014 neu-ulm gefahrguteinsatz lessing-gymnasium zwiebler new-facts-eu20131128 titel

Am Donnerstag Vormittag, 09.01.2014, gegen 11.30 Uhr, war eine Lehrerin des Lessing-Gymnasium in Neu-Ulm in einem Chemievorbereitungsraum mit der Unterrichtsvorbereitung beschäftigt. Nach bisherigen Ermittlungen stürzte aus bisher ungeklärter Ursache ein Regal mit Glasgefäßen nach unten auf den Boden.

Durch den Aufprall gingen vier ein Liter Gefäße mit geringen Mengen an Chemikalien zu Bruch. Es handelte sich dabei um Schwefel-, Phosphor-, Salz- und Ameisensäure. Nach dem Vorfall kam der 63-jährigen Lehrerin eine 27-jährige Kollegin zu Hilfe. Da sich jedoch nach kürzester Zeit eine starke Geruchsbelästigung durch die Chemikalien ergab, verließen die zwei Lehrkräfte den Raum und verständigten die Schulleitung. Die Schulleitung beauftragte im weiteren Verlauf eine Fachfirma aus Neu-Ulm, die im Anschluss die Chemikalien beseitigte.

Nachdem am Freitag Vormittag, 10.01.2014, jedoch immer noch aus dem Vorbereitungsraum ein starker Geruch hervorging, wurde vorsorglich vom informierten Landratsamt Neu-Ulm die Feuerwehr Neu-Ulm über die Integrierte Leitstelle Donau-Iller zur Nachschau verständigt. Vor Ort stellte sich heraus, dass die Chemikalien restlos entfernt waren und es nur noch zu einer starken Geruchsbelästigung kam. Nachdem die Geruchsbelästigung weiter anhielt wurde der Raum durch die Feuerwehr belüftet, zudem begaben sich die beiden Lehrerinnen, die eventuell mit den Chemikalien in Berührung kamen, vorsorglich in eine Klinik zu einer ärztlichen Untersuchung.

Eine endgültige Freigabe des betreffenden Chemievorbereitungsraumes findet erst nach einer Begutachtung durch einen beauftragten Sachverständigen statt. Im unmittelbaren danebenliegenden Unterrichtsraum fand zum Unfallzeitpunkt, sowie am Folgetag kein Unterricht statt. Zu einer Gefährdung von Schülerinnen und Schüler des Lessing-Gymnasium kam es aufgrund des Vorfalles zu keinem Zeitpunkt.


Foto: Zwiebler

 

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