Neu-Ulm – Abrollbehälter Atem- und Strahlenschutz ist einsatzklar

Lkrs. Neu-Ulm/Neu-Ulm + 19.07.2013 + 13-1294

18-07-2013 neu-ulm landratsamt pressefoto feuerwehr abrollbehaelter-atemschutz-strahlenschutz new-facts-eu

Feuerwehren bekommen für 158.000 Euro Zusatzausrüstung für Atem- und Strahlenschutz – Landrat: „Geld ist gut angelegt“.

Der WB-Atem-/Strahlenschutz enthält unter anderem 36 Atemschutzgeräte, 48 Preßluft-Ersatzflaschen, sechs Chemikalienschutzanzüge, Material zum Auffangen und Abdichten von Gefahrstoffen, Strahlenschutzausrüstung und -messgeräte, Zelte, Leuchten und ein Notstromaggregat. Am Donnerstag, 18.07.2013, wurde der neue, begehbare Abrollbehälter Atemschutz/Strahlenschutz bei der Feuerwehr Neu-Ulm vorgestellt und offiziell in Betrieb genommen.

Zum Einsatz kommt der Spezialcontainer mit seinem Inhalt, der das Equipment der einzelnen Feuerwehren ergänzt, bei Großschadensereignissen, zum Beispiel wenn eine Chemiefabrik, ein anderer Industriebetrieb oder ein Gefahrguttransportfahrzeug auf der Autobahn in Flammen steht bzw. verunglückt ist. Mit einer Wechsellader-Zugmaschine kann der Abrollbehälter zum Unglücksort transportiert und dort abgestellt werden.

Der Behälter, den die Firma Jerg Feuerwehr & Umwelttechnik GmbH aus Mietingen-Baltringen (Landkreis Biberach) hergestellt und bestückt hat, ersetzt den Gerätewagen Atemschutz mit seinem fixierten Aufbau. Dieses stark in die Jahre gekommene Spezialfahrzeug, das ebenfalls in der Neu-Ulmer Hauptfeuerwache stationiert war, wurde ausgemustert.

Landrat Erich Josef Geßner bezifferte die Gesamtkosten der neuen Ausrüstung mitsamt Abrollbehälter auf 158.000 Euro. Diese Summe umfasst auch weitere Komponenten des landkreisweiten Atemschutzkonzepts. So erhielten die Zentrale Atemschutzwerkstatt des Landkreises Neu-Ulm in Altenstadt und die landkreiseigene Atemschutzübungsstrecke in Illertissen jeweils einen Rollcontainer mit 24 Atemschutzflaschen. Außerdem wurden für den Einsatz auf Landkreisebene weitere Gerätschaften gekauft. Auch der Abrollbehälter Atemschutz/Strahlenschutz steht für Großeinsätze im ganzen Landkreis zur Verfügung.

Für 64.400 Euro kam der Landkreis auf. 59.000 Euro steuerte der Freistaat Bayern als Zuschuss bei. Den Rest (34.600 Euro) zahlte die Stadt Neu-Ulm. Landrat Geßner betonte heute beim Pressetermin, dieses Geld sei „gut angelegt“, denn an der Sicherheit der Feuerwehrleute und der Bevölkerung dürfe nicht gespart werden.

Neu-Ulms Oberbürgermeister Gerold Noerenberg sprach von einer „notwendigen Ausrüstung der Wehren“. Diese hätten mit dem Abrollbehälter „die Gerätschaften erhalten, die sie für ihren verantwortungsvollen Job brauchen“.

Kreisbrandrat Dr. Bernhard Schmidt veranschaulichte, warum die Ladung des Abrollbehälters so wichtig und notwendig für die Feuerwehren sei. Moderne Kunst- und Werkstoffe, die heutzutage beim Häuserbau Verwendung fänden, erzeugten bei einem Brand vielfach einen Mix aus Gasen, die eine hohe Vergiftungsgefahr in sich bärgen.

Auch moderne Kraftfahrzeuge würden, um das Gewicht und damit den Spritverbrauch zu minimieren, aus Hightech-Materialen gebaut, „die, in Brand geraten, ein hohes Risiko für die Rettungskräfte darstellen“, erläuterte der Kreisbrandrat.

Foto: Landratsamt Neu-Ulm

 

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