Nato-Generalsekretär spricht Deutschen nach Anschlag Mut zu

Brüssel/Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg hat den Deutschen nach dem Terroranschlag in Berlin Mut zugesprochen. „Der Terror wird besiegt werden – mithilfe der Nachrichtendienste, der Polizei und des Militärs, aber auch durch unsere Werte“, sagte Stoltenberg zu „Bild am Sonntag“. Dies wisse er aufgrund der „eigenen tragischen Erfahrung in Norwegen“.

Stoltenberg war Ministerpräsident von Norwegen, als dort der Rechtsextremist Anders Behring Breivik im Juli 2011 mehrere Anschläge verübte. Er sei sich sicher, „dass wir gewinnen werden“. Stoltenberg: „Es wird Zeit brauchen, aber wir werden gewinnen, weil wir und unsere Werte stärker sind als das, was die Terroristen antreibt. Freiheit ist besser als Unterdrückung. Toleranz ist besser als Intoleranz. Das Leben zu respektieren ist besser, als es zu verachten.“ Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) zeigte sich überzeugt, dass die deutsche Gesellschaft „unbezwingbar“ sei. Von der Leyen sagte in „Bild am Sonntag“: „Wir lassen uns unsere Lebensfreude und Vielfalt nicht nehmen. Wir haben die Freiheit auf unserer Seite! Das macht uns unbezwingbar – jetzt erst recht!“ In Richtung der Islamisten sagte von der Leyen: „Ihr Terroristen wollt unsere freie Lebensart zerstören. Ihr wollt unter uns Hass und Misstrauen säen. Das wird euch nicht gelingen! Wir stehen zusammen und werden entschlossen gegen Terror und Gewalt vorgehen.“ Die Ministerin kündigte an, die Regierung werde „wo notwendig mit harter Hand dem Recht Geltung verschaffen“. Vor allem aber würden die Deutschen ihre offene und tolerante Gesellschaft verteidigen. Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) lobte in „Bild am Sonntag“, wie die Deutschen mit dem Terrorschlag umgingen: „Die Reaktion der Bevölkerung ist großartig. Ich bin beeindruckt von der Geschlossenheit, von der gemeinsamen Trauer, aber auch von der Unerschrockenheit, unseren Lebensstil nicht ändern zu wollen.“

Gedenkkerzen am Breitscheidplatz, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Gedenkkerzen am Breitscheidplatz, über dts Nachrichtenagentur