Nassenbeuren – Feuerwehrkommandanten aus dem Bereich Ost treffen sich

Lkrs. Unterallgäu/Nassenbeuren + 14.11.2012 + 12-2686

14-11-2012 kreisbrandinspektion-ost unterallgaeu alexander-möbus new-facts-eu

Mittwoch Abend, 14.11.2012, trafen sich die Kommandanten und deren Stellvertreter im Schützenheim von Nassenbeuren, Lkrs. Unterallgäu, zur Jahreshauptversammlung der Kommandanten des Kreisbrandinspektionsbereichs Ost. Alexander Möbus, der seit einigen Wochen neuer Kreisbrandinspektor (KBI) des Bereiches Ost geworden ist, begrüßte die Anwesenden Kammeraden. Ebenfalls anwesend waren der Mindelheimer Bürgermeister Dr. Stephan Winter, Kreisbrandrat Franz Gaum, Kreisbrandinspektor-Nord Jakob Schlögel, Kreisbrandinspektor-West Leo Krywult und Edgar Putz von Landratsamt Unterallgäu.

KBI Möbus startete mit einem Rückblick auf das vergangene Feuerwehrjahr (01.11.2011 -31.10.2012). Die Feuerwehren aus dem Inspektionsbereich-Ost mussten insgesamt 646 Einsätzen ausrücken. Dabei waren 189 Brandeinsätze (29%), 315 Technische Hilfeleistung (49%), 122 Sicherheitswachen (19%), acht Fehlalarmierungen (1%) und 12 Einsätze zur Öffentlichkeitsarbeit (2%).

Bei den Brandeinsätzen waren 63 Klein-, 21 Mittel-, 12 Großbrände, 77 Brand-Gefahrenmeldeanlagen (BMA) und insgesamt 16 Brände waren beim Eintreffen der Feuerwehren bereits gelöscht.

Die 315 Alarmierungen zur Technischen Hilfeleistung teilen sich auf, in 63 Verkehrsunfälle, drei Gefahrguteinsätze, 46 Sturmeinsätze, drei Unfälle mit Schienenfahrzeugen (Bahn) und 30 Einsätze, die der frühe Wintereinbruch beschert hat (Schneebruch). 145 Alarmierungen betrafen Ölspuren, Türöffnungen, Wasserschäden und Vermisstensuchen.

Der Kreisbrandinspektionsbereich-Ost zählt 38 Feuerwehren mit insgesamt 1.616 aktiven Feuerwehrfrauen und -männern (Frauenquote 24). Dazu kommen 13 Jugendfeuerwehren mit 128 Feuerwehranwärtern, davon 29 Mädchen (23%).

Kreisbrandinspektor Möbius bedauerte, dass es im Inspektionsbereich einen verletzten Feuerwehrmann beim Einsatz gab. Dies zeige aber wiederrum, dass der Einsatz der ehrenamtlichen Helfer immer eine Gefahr mit sich bringt und der Helfende sich für andere in gefährliche Situationen begibt, um Leben zu retten.

Stolz ist Möbius über die erfolgreiche Nachwuchsarbeit im Bereich der Jugendfeuerwehren im Landkreis. Kreisjugendfeuerwehrwart Andreas Thiel, der als Kreisbrandmeister für die Jugendfeuerwehren im gesamten Landkreis verantwortlich zeichnet, konnte auf ein erfolgreiches Jahr zurückblicken. Die Jugendfeuerwehr Mindelheim hat die Bayerische Leistungsprüfung abgelegt, ebenso konnte die Jugendfeuerwehr Warmisried das Deutsche Jugendleistungsabzeichen erlangen. Gerade in Zeiten, wo das Ehrenamt nicht mehr den Zulauf hat, ist es wichtig eine solide und motivierende Jugendarbeit auf die Beine zu stellen. Hier muss allen Verantwortlichen und Beteiligten ein großes Dankeschön ausgesprochen werden.

Auch im Bereich Ost ist das Thema Funk und Kommunikation ein großes Problem. Kreisbrandrat Franz Gaum und Inspektor Alexander Möbus unterstrichen nochmals wie wichtig das Projekt Gleichwellenfunk für den Landkreis Unterallgäu ist. Es muss einfach sichergestellt sein, dass die Einsatzkräfte ordentlich alarmiert werden können und die Kommuniktion im Sprechfunk einwandfrei funktioniert. Nach derzeitigem Stand soll die Gleichwelle im März 2013 in Probebetrieb gehen.

Vorbildlich sieht der Kreisbrandrat Franz Gaum das Lehrgangsangebot auf Landkreisebene, das von den Fachkreisbrandmeistern Lothar Raffler (Atemschutz), Giovanni Aichele (Grundausbildung), Hans-Peter Schneider (ILS/Funk/KEZ) und deren Teams angeboten wird. Im vergangenen Dienstjahr wurden rund 1.300 Ehrenamtliche in den verschiedensten Bereichen geschult.

Mindelheims Bürgermeister Dr. Stephan Winter dankte den Helferinnen und Helfern für ihr unermüdliches Arrangement. Er hob hervor, dass das Führen einer Wehr durch Kommandanten, Stellvertreter, Gruppenführer und Truppführer eine große Verantwortung ist. Innerhalb kurzerster Zeit müssen Entscheidungen im Einsatz getroffen werden, um Leben und Güter zu retten. Dabei hat die Führungskraft die Verantwortung für seine Kollegen. Manche Bilder aus Einsätzen sind nur schwer zu verarbeiten, so Dr. Winter. Auch wenn viele Ehrenamtliche immer wieder sagen, dass sie mit diesen Bildern umgehen können, weiß Dr. Winter, dass jeder ein Päckchen mit nach Hause in seine Familien nimmt. Mindelheims Bürgermeister dankte allen Einsatzkräften für ihre dauerhafte Bereitschaft über 365 Tage im Jahr für andere da zu sein, und wenn es drauf ankommt zu helfen. Winter bat die Einsatzkräfte, „Wenn´s raus geht zum Einsatz – kommt bitte gesund wieder!“

Zum Abschluss der Veranstaltung wurde dem Kommandanten der Feuerwehr Rammingen noch ein Geschenk überreicht. Die Bayerische Brandversicherungskammer hat auch für den Inspektionsbereich-Ost einen Rauchvorhang gestiftet, der übergeben werden konnte.

 

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