Nassenbeuren – Feuerwehrkommandanten aus dem Bereich Ost treffen sich

Lkrs. Unterallgäu/Nassenbeuren + 21.11.2013 + 13-2107

14-11-2012 kreisbrandinspektion-ost unterallgaeu alexander-möbus new-facts-eu

Donnerstag Abend, 21.11.2013, trafen sich die Kommandanten und deren Stellvertreter im Schützenheim von Nassenbeuren, Lkrs. Unterallgäu, zur Jahreshauptversammlung der Kommandanten des Kreisbrandinspektionsbereichs Ost. Alexander Möbus, der nun seit mehr als einem Jahr Kreisbrandinspektor (KBI) des Bereiches Ost geworden ist, begrüßte die Anwesenden Kammeraden und Gäste. Ebenfalls anwesend waren der Mindelheimer Bürgermeister Dr. Stephan Winter, Kreisbrandrat Franz Gaum, Kreisbrandinspektor-Nord Jakob Schlögel, Kreisbrandinspektor-West Leo Krywult.

KBI Möbus startete mit einem Rückblick auf das vergangene Feuerwehrjahr (01.11.2012 – 31.10.2013). Die Feuerwehren aus dem Inspektionsbereich-Ost mussten insgesamt 593 (646) Einsätzen ausrücken. Dabei waren 164 (189) Brandeinsätze, 285 (315) Technische Hilfeleistung, 122 (122) Sicherheitswachen, 17 (8) Fehlalarmierungen und 5 (12) Einsätze zur Öffentlichkeitsarbeit.

Bei den Brandeinsätzen waren 55 Klein-, 27 Mittel-, 9 Großbrände, 52 Brand-Gefahrenmeldeanlagen (BMA) und insgesamt 21 Brände waren beim Eintreffen der Feuerwehren bereits gelöscht.

Besonders ist hier der Brand des Recyclinghofs Tussenhausen vom 15.10.2013, zu erwähnen (siehe hier).

Der Kreisbrandinspektionsbereich-Ost zählt 37 Feuerwehren mit insgesamt 1.594 (1.616) aktiven Feuerwehrfrauen und -männern (Frauenquote 66). Dazu kommen 13 Jugendfeuerwehren mit 94 Feuerwehranwärtern, davon 41 Mädchen

Diese Zahlen sind erstmals ohne die Feuerwehr Anhofen. Am 28.06.2013 wurde in der Mitgliederversammlung die Auflösung der Feuerwehr Anhofen beschlossen. Trotz langer und intensiver Bemühungen konnte kein Kommandant gefunden werden, obwohl über die Wichtigkeit der Aufrechterhaltung des örtlichen Brandschutzes unter den Mitgliedern kein Zweifel bestand. Deshalb bleibt Anhofen in Form einer Löschgruppe der Feuerwehr Oberneufnach erhalten.

Kreisbrandinspektor Möbus bedauerte, dass es im Inspektionsbereich zwei verletzte Feuerwehrmänner beim Einsatz gab. Dies zeige aber wiederrum, dass der Einsatz der ehrenamtlichen Helfer immer eine Gefahr mit sich bringt und der Helfende sich für andere in gefährliche Situationen begibt, um Leben zu retten.

Stolz ist Möbus über die erfolgreiche Nachwuchsarbeit im Bereich der Jugendfeuerwehren im Landkreis. Kreisjugendfeuerwehrwart Andreas Thiel, der als Kreisbrandmeister für die Jugendfeuerwehren im gesamten Landkreis verantwortlich zeichnet, konnte auf ein erfolgreiches Jahr zurückblicken.  Gerade in Zeiten, wo das Ehrenamt nicht mehr den Zulauf hat, ist es wichtig eine solide und motivierende Jugendarbeit auf die Beine zu stellen. Hier muss allen Verantwortlichen und Beteiligten ein großes Dankeschön ausgesprochen werden.

Auch im Bereich Ost war das Thema Funk und Kommunikation ein großes Problem. Ab Donenrstag, 21.11.2013, läuft die Analoge-Gleichwelle (siehe hier) flächendeckend im Stadtgebiet Memmingen und Landkreis Unterallgäu. Die beiden ausstehenden Relais Memmingen-Eisenburg und Legau wurden am Donnerstag Morgen, 21.11.2013, aufgeschalten. Somit verbessert sich die Funkqualität im BOS-Bereich für die Feuerwehren.

Vorbildlich sieht der Kreisbrandrat Franz Gaum das Lehrgangsangebot auf Landkreisebene, das von den Fachkreisbrandmeistern Lothar Raffler (Atemschutz), Giovanni Aichele (Grundausbildung), Hans-Peter Schneider (ILS/Funk/KEZ) und deren Teams angeboten wird. Gaum verwies darauf, dass er bei Tagungen immer wieder darauf angesprochen wird und das Unterallgäuer-Modell einen hohen Ausbildungsstandard garantiert.

Mindelheims Bürgermeister Dr. Stephan Winter dankte den Helferinnen und Helfern für ihr unermüdliches Arrangement. Er hob hervor, dass das Führen einer Wehr durch Kommandanten, Stellvertreter, Gruppenführer und Truppführer eine große Verantwortung ist. Innerhalb kurzerster Zeit müssen Entscheidungen im Einsatz getroffen werden, um Leben und Güter zu retten. Dabei hat die Führungskraft die Verantwortung für seine Kollegen. Sorgen machen dem Bürgermeister oftmals Zwischenfälle mit Passanten und Schaulustigen an den Einsatzstellen. Hier wird oftmals den Einsatzkräften sehr aggressiv entgegengetreten. Er setzt sich gemeinsam mit den Polizeiinspektionen dafür ein, dass hier generell gehandelt werden muss. Mindelheims Bürgermeister dankte allen Einsatzkräften für ihre dauerhafte Bereitschaft über 365 Tage im Jahr für andere da zu sein, und wenn es drauf ankommt zu helfen. Winter bat die Einsatzkräfte, „Wenn´s raus geht zum Einsatz – kommt bitte gesund wieder!“

 

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