Nach der WM 2018 geht es mit der Königsklasse weiter!

Nach der WM ist vor der WM, das bedeutet, es wird alles auf Neuanfang gestellt und in vier Jahren sieht die Fußball-Welt wieder ganz anders aus. Dabei muss man als Fußball-Fan gar nicht so lange aushalten, bis die nächsten spannenden Matches auf internationaler Ebene ausgetragen werden. Wer seine Kenntnisse für die nächste WM ein wenig auffrischen will, sollte bis dahin die jährlich stattfindende Champions League verfolgen. In dem Wettkampf, der zwischen den erfolgreichsten Fußballclubs Europas ausgetragen wird, treffen die weltbesten Fußball-Spieler bunt gemixter Nationalitäten aufeinander. Hätte man beispielsweise die vergangene Champions League Saison verfolgt, dann hätte man mit seinem Fußballwissen in sportbehafteten Diskussionen und auch bei Online-Wetten punkten können. Einem Großteil an Zuschauern der WM ist im Vorfeld nicht bewusst gewesen, welche Teams zu den echten Favoriten zählen. Wie man jüngst erkennen konnte, muss die Zugehörigkeit zu einer sogenannten Fußballnation nicht zwingend etwas darüber aussagen wer letzten Endes im Finale landen wird. Mit Kroatien hat kaum einer gerechnet, aber Kenner der Champions League wissen, dass Luka Modrić, Ivan Rakitić und Mateo Kovacić bei den spanischen Top-Vereinen Real Madrid und FC Barcelona unter Vertrag stehen. Aber auch in Italien und in der Bundesliga sind kroatische Stürmer vertreten, die dem diesjährigen WM-Kader angehörten. Die Möglichkeit, spieltaktische Erfahrungen in ausländischen Vereinen zu sammeln, kann sich dann bezahlt machen, wenn man auf ein Team, wie die englische Nationalelf stößt, deren Spieler komplett nur im eigenen Land verpflichtet sind.

 

 

Nach der WM werden Karten neu gemischt

Es ist damit zu rechnen, dass es im Nachfeld der WM bei vielen Fußballern zu einem Vereinswechsel kommen wird, da sich einige Spieler mit ihren Leistungen besonders hervortun konnten. Vor der WM hat kaum jemand große Siegchancen auf das englische Team gesetzt, aber zur Überraschung vieler, konnten die „Three Lions“ nicht nur den Fluch des Elfmeterschießens überwinden, sondern sogar mit überzeugender Spielpraktik bis ins Halbfinale gelangen. Superstar der Mannschaft ist Harry Kane, der seinen Vertrag noch bis 2022 beim Londoner Verein Tottenham Hotspur zu laufen hat. Hier hat seine Karriere ab dem Jahr 2004 ihren Weg genommen und abgesehen davon, dass er zeitweise an andere inländische Fußballvereine ausgeliehen wurde, hielt er seinem Stammverein bis heute die Treue. Das könnte sich bald jedoch ändern, denn in Russland konnte Kane zwar nicht den Pokal für seine Mannschaft holen, aber immerhin den Titel als Torschützenkönig der WM. Damit dürfte sein Marktwert beträchtlich gestiegen sein und es wäre nicht unwahrscheinlich, dass er von verschiedenen europäischen Fußballklubs Transferangebote erhält. Doch welcher Club wäre für Kane der richtige?

 

Wer in der Champions League das Sagen hat

Sicherlich könnte Kane im eigenen Land bleiben und zu Clubs wie Manchester United oder FC Chelsea wechseln, um mit internationalen Topspielern zusammenzukommen und Erfolge in der Champions League zu erzielen. Doch „Mailand oder Madrid – Hauptsache Italien!“ (Zitat Andi Möller von 1992) würde im wahrsten Sinne des Wortes nicht nur dazu beitragen, Zugang zu einem anspruchsvollen Spielniveau zu bekommen, sondern erhöhte Chancen auf den Sieg in der Champions League zu haben. Die spanischen und italienischen Clubs führen die Liste mit der höchsten Anzahl an Siegen in der Champions League an. Spanien kann sich fast uneinholbar mit 18 gewonnenen Titeln durch die Clubs Real Madrid und den FC Barcelona rühmen. Italien ist mithilfe von AC Mailand, Inter Mailand und Juventus Turin 28 Mal im Finale gelandet und konnte den Pokal dabei 12 Mal nach Hause holen. Real Madrid steht mit 13 Champions-League-Siegen unangefochten an der Spitze, denn der AC Mailand folgt darauf mit „nur“ 7 gewonnenen Titeln. Wenn man die aktuellen Wettquoten miteinander vergleicht, erwartet die Mehrheit der Fußball-Experten in der nächsten Champions League Saison einen Sieg durch Manchester City oder den FC Barcelona. An dieser Quotenverteilung wird sich mit Gewissheit in den nächsten Wochen noch einiges ändern, wenn klar ist, welche hochkarätigen Spieler ihren Verein womöglich wechseln werden. Real Madrid hat die letzten drei Champions-League-Saisons in Folge gewonnen – wie kann es also sein, dass der eigentliche Favorit momentan nicht als solcher gehandelt wird?

 


Real Madrid C.F.“ (CC BY-ND 2.0) by kozumel

 

 

 

Die Top-Stars der Champions League 

Real Madrid verbindet man in erster Linie mit Christiano Ronaldo, dem amtierenden Weltfußballer des Jahres. Ronaldo ist einer der erfolgreichsten Fußballer aller Zeiten. Insgesamt fünf Mal ging er mit einer Mannschaft bei der Champions League als Sieger hervor und in 2016 erfüllte sich mit seiner portugiesischen Nationalmannschaft der langersehnte Traum, den Titel als Europameister zu erspielen. Somit fehlt in seiner Erfolgsbilanz eigentlich nur noch der Pokal des Weltmeisters, den er in 2018 zumindest erneut verpasst hat. Zwischen 2003 und 2009 spielte Ronaldo beim englischen Fußballklub Manchester United, mit dem er zum ersten Mal die Champions-League-Trophäe in den Händen halten konnte. Im Sommer 2009 wechselte Ronaldo zum spanischen Fußballverein Real Madrid, für den er die letzten Jahre insgesamt 450 Tore geschossen hat. Während seiner Spielzeit bei Real konnte der Verein viermal die Champions League anführen. Doch kurz nach Portugals Ausscheiden bei der WM gab Ronaldo nun bekannt, dass er neue Wege beschreiten möchte und sich in Italien bei Juventus Turin verpflichtet hat. Unklar ist derweil welchen Superstar sich Real Madrid als Ersatz ins Boot holen wird.

 

 

Gute Aussichten auf ein Angebot durch den spanischen Spitzenverein wird Eden Hazard, Mitglied des belgischen Nationalteams, haben, der aktuell für den FC Chelsea spielt. Hazard gelang es mit seinen Teamkollegen, bis ins Halbfinale der WM vorzurücken, wo sie Frankreich unterlagen. Das belgische Team hat viel Aufsehen erregt, da Fußballlaien nicht damit gerechnet hatten, dass die Belgier so weit kommen würden. Hier hatten wieder Beobachter der Champions League den Vorteil, genau zu wissen, dass die belgische National-Elf fast ausnahmslos im Ausland und teilweise sogar bei den stärksten Champions-League-Teilnehmern beschäftigt sind. Aber auch der brasilianische Stürmer Neymar könnte ein passender Nachfolger für Ronaldo bei Real Madrid werden. Neymar spielt derzeit in Frankreich für Paris Saint-Germain und Gerüchten zufolge soll er dort nicht ganz zufrieden sein. Während der WM hat Neymar sich zwar eher mit seinen schauspielerischen Leistungen in den Fokus der Zuschauer gebracht, aber sein spielerisches Können lässt dennoch bei Experten keine Zweifel aufkommen.

 

Die Champions League Saison 2018/2019

Bald schon rollt der Ball wieder auf internationalem Terrain, wenn die Gruppenphase der Champions League am 18./19. September startet. Welche Teams gegeneinander antreten werden, steht bislang nicht fest, da die Auslosung zur Gruppenphase erst am 30. August erfolgen wird. Sicher dabei sind die vier Bundesligavereine Bayern München, Borussia Dortmund, Schalke 04 und der TSG Hoffenheim. Am 1. Juni 2019 werden dann im Champions-League-Finale die beiden Teams in Madrid im Stadion „Wanda Metropolitano“ aufeinandertreffen, die sich gegen die übrigen Fußballklubs bis dahin erfolgreich durchsetzen konnten. Ab der neuen Saison werden die Champions-League-Spiele nicht mehr im öffentlichen Fernsehen übertragen, so dass man die Spiele der Königsklasse in Echtzeit nur noch mit TV-Abo oder per Online-Streaming verfolgen kann.