Myanmar begnadigt Tausende Häftlinge

Naypyidaw – In Myanmar sollen dreieinhalb Jahre nach dem Ende der Militärherrschaft über 3.000 Häftlinge freigelassen worden. Präsident Thein Sein ließ insgesamt 3.073 Gefangene begnadigen, unter denen sich auch 58 Ausländer befinden, teilte die Regierung des südostasiatischen Landes mit. Demnach hätten „humanitäre Gründe“ bei der Entscheidung für die Freilassung eine Rolle gespielt.

Weiterhin hieß es, dass mit den Freilassungen der Begnadigten bereits begonnen wurde. Ob sich unter den Freigelassenen auch aus politischen Gründen Inhaftierte befinden, wurde zunächst nicht bekannt. In Myanmar hatte es bis zum März 2011 über Jahrzehnte eine Militärherrschaft gegeben. Der nun formal zivilen Regierung steht der ehemalige General Thein Sein vor, der durch politische und soziale Reformen die Aufhebung von vielen Sanktionen gegen Myanmar erreichte. Die Opposition in dem Land fordert ihrerseits weitreichendere Reformen und will insbesondere eine Änderung der Verfassung erreichen.

Über dts Nachrichtenagentur

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