Mindestens 75 Zivilisten bei Luftangriffen der irakischen Armee getötet

Bagdad – Seit Anfang Juni sind im Irak offenbar mindestens 75 Zivilisten durch Luftangriffe der Armee getötet worden. Nach Angaben der Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch (HRW) gab es mindestens 17 Luftangriffe auf insgesamt fünf Städte. Bei sechs der Angriffe seien Fassbomben, die wegen ihrer besonders verheerenden Wirkung international geächtet sind, eingesetzt worden – darunter auch bei einem Angriff auf die Stadt Falludscha.

Ziel der Angriffe seien Kämpfer der Gruppierung „Islamischer Staat im Irak und Syrien“ (Isis) gewesen. HRW rief Regierungen, die den Irak bei seinem militärischen Vorgehen unterstützten, dazu auf, von weiteren Hilfen abzusehen, so lange es Angriffe auf Zivilisten gebe.

Über dts Nachrichtenagentur

Anzeige