Merkel mahnt Poroschenko zur Zurückhaltung in der Ostukraine

Petro Poroschenko im ukrainischen Fernsehen, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Petro Poroschenko im ukrainischen Fernsehen, über dts Nachrichtenagentur

Brüssel – Bundeskanzlerin Angela Merkel hat den ukrainischen Präsidenten Petro Poroschenko zu Zurückhaltung in der Ostukraine aufgefordert. In einem Telefongespräch am Donnerstagabend habe Merkel Poroschenko gemahnt „bei seinem legitimen Vorgehen gegen die Separatisten die Verhältnismäßigkeit zu wahren und die Zivilbevölkerung zu schützen“, teilte Regierungssprecher Steffen Seubert am Freitag mit. Beide seien sich darüber einig gewesen, dass Gespräche der Kontaktgruppe aus Vertretern der Ukraine, Russlands und der OSZE mit Vertretern der Separatisten dringend notwendig seien, um einen beidseitigen Waffenstillstand zu erreichen.

Unterdessen beschloss der EU-Ministerrat angesichts der anhaltenden Krise in der Ukraine weitere Sanktionen. Die EU-Regierungen belegten weitere elf Personen, die für Verletzungen der territorialen Integrität, der Souveränität und der Unabhängigkeit der Ukraine verantwortlich seien, mit Einreisesperren; zusätzlich sollen ihre Konten in der EU gesperrt werden, teilte der Ministerrat am Freitag mit. Damit steigt die Zahl der Personen, die im Rahmen des Konflikts in der Ukraine von EU-Sanktionen betroffen sind auf 72.

Über dts Nachrichtenagentur

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