Merkel für "sehr restriktive Regelung" bei der aktiven Sterbehilfe

Mann im Rollstuhl, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Mann im Rollstuhl, über dts Nachrichtenagentur

Berlin – In der Debatte um ein Sterbehilfegesetz hat sich CDU-Chefin und Bundeskanzlerin Angela Merkel für „eine sehr restriktive Regelung jedweder Art von aktiver Sterbehilfe“ ausgesprochen. Das werde sie auch bei ihrer Abstimmung im Bundestag leiten. Gegenüber den „Kieler Nachrichten“ (Freitagausgabe) sagte die CDU-Vorsitzende und Regierungschefin: „Ich möchte darüber hinaus, dass wir die Palliativmedizin noch weiter ausbauen.“

Abgeordnete seien „ihrem Gewissen verpflichtet, erst recht bei Grenzfragen des menschlichen Lebens“, ergänzte Merkel. Sie erinnere sich an die sehr ernsthaften Parlamentsdebatten, als es beispielsweise um die Präimplantationsdiagnostik, um Organspenden oder um Stammzellen gegangen sei. „Das waren beeindruckende parlamentarische Stunden – in einer Atmosphäre des Respekts vor denen, die anders entschieden haben.“ Mit Blick auf die Positionierung der Union sagte die CDU-Vorsitzende, gerade für eine Volkspartei sei es wichtig, über derartige Themen offen zu diskutieren. „Als Parteivorsitzende wünsche ich mir das. Wir sind jetzt mitten in dieser Debatte.“

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