Memmingens Dritter Bürgermeister Helmut Börner wird verabschiedet – Er hatte nicht mehr für das Amt kandidiert

Foto: Stadt Memmingen

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Warum er nicht ein weiteres Mal für das Amt des dritten Bürgermeisters der Stadt Memmingen kandidiert hat? Weil sich Helmut Börner künftig mehr seiner Familie – darunter den zehn Enkelkindern – widmen möchte. Das erzählt der 73-Jährige bei seiner Verabschiedung im Memminger Rathaus. Von Oberbürgermeister Dr. Ivo Holzinger erhält der langjährige Stadtrat viele Worte des Dankes.

Seine sommerliche Bräune verrät, dass sich Helmut Börner bis vor wenigen Tagen in seinem Ferienhaus in der südportugiesischen Region Algarve aufgehalten hat – unweit wunderschöner Sandstrände, die in eine imposante Felskulisse eingebettet sind. Auch künftig möchte der leidenschaftliche Fotograf und Architekt mehr Zeit in der Ferne und mit seiner großen Familie verbringen – ein Grund, warum der fünffache Vater und zehnfache Großvater nicht mehr für das Amt des dritten Bürgermeisters der Stadt Memmingen kandidiert hat.

„Ein weiterer Grund ist, dass ich nicht gegen meinen Freund Werner Häring zur Wahl antreten wollte“, sagt der 73-Jährige bei seiner Verabschiedung im Rathaus und wendet sich lächelnd dem neuen dritten Bürgermeister von den Sozialdemokraten zu.

Der 73-jährige Architekt Börner war seit Mai 2008, und damit sechs Jahre lang, dritter Bürgermeister der Stadt Memmingen. Im Stadtrat ist er seit über 16 Jahren vertreten – 1998 rückte er für Robert Bilgram nach, der ebenfalls das Amt des dritten Bürgermeisters bekleidete.

„Ich bin nicht mehr der Jüngste und brauche Zeit für meinen Haushalt als alleinstehender Witwer“, schildert er den Gästen aus Politik und Stadtverwaltung. Sein Amt als Stadtrat und Fraktionsvorsitzender der Freien Wähler möchte er aber noch einige Jahre bekleiden.

Im Stadtrat betreut Börner seit Kurzem das Klinikum-Referat, davor war er für die Feuerwehren und die Stiftungen zuständig.

Der 73-Jährige saß auch bereits in zahlreichen Senaten und Ausschüssen, darunter im Finanz- und Wirtschaftsausschuss (I. Senat), im Kultur- und Stiftungsausschuss (III. Senat), im Klinikum-, Personal- und Vergabesenat, im Behindertenbeirat und im Bauausschuss Staatliche Realschule. Daneben war er Verbandsrat im Landestheater Schwaben.

Aktuell ist der neue und alte Fraktionsvorsitzende der Freien Wähler im Umwelt-, Planungs- und Bauausschuss (II. Senat), dem Bauausschuss Schulen, dem Klinikumsenat und Rechnungsprüfungsausschuss zu finden.

In seiner Freizeit zieht der leidenschaftliche Fotograf gerne mit seiner Kamera durch die Memminger Altstadtgassen. Zusammen mit Stadtführerin Sabine Rogg hat er bereits mehrere Bildbände über Memminger Sehenswürdigkeiten herausgegeben.

Neben seinem Bürgermeisteramt bekleidete Börner zahlreiche Ehrenämter: 12 Jahre als Vorsitzender des Kulturvereins, sieben Jahre als Vorsitzender des Eishockey Clubs Memmingen und mehr als 25 Jahre betreute er regionale Künstler.

Börners Motto: „Memmingen muss lebendig bleiben und vor allem auch für junge Menschen attraktiv sein, ohne seinen historisch, geprägten Charakter zu verlieren. Parteidenken macht hier keinen Sinn – Sachlichkeit ist gefragt.“

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