Memmingen – Starke Memminger Indians trotzen Oberligist Sonthofen zwei Unentschieden ab – am Samstag kommt der amtierende Oberliga-Meister

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Symbolfoto

 

Memmingen (mfr/dan). Beste Eigenwerbung hat am Wochenende Eishockey-Bayernliga-Vizemeister ECDC Memmingen betrieben. Gegen den langjährigen Derby-Rivalen und Oberliga-Aufsteiger ERC Sonthofen kamen die Indians in zwei mitreißenden Testspielen jeweils zu einem Unentschieden. Am Freitag lautete das Ergebnis vor rund 800 Zuschauern am Hühnerberg 5:5, am Sonntag trennten sich die beiden BEL-Vorjahresfinalisten in Sonthofen vor 420 Besuchern 4:4. In beiden Partien war von einem Klassenunterschied zwischen den Teams nichts zu sehen. Weiter geht das straffe Vorbereitungsprogramm des ECDC am kommenden Wochenende, wenn gleich drei Partien für die Männer von Chefcoach Jogi Koch anstehen. Höhepunkt wird dabei am Samstag um 16.45 Uhr der Vergleich gegen den amtierenden Oberliga-Meister VER Selb in der Memminger Eissporthalle sein. Tags zuvor treten die Indians in Peiting an, am Sonntag geht die Reise nach Landsberg.

 

Zwei Tage nach dem tollen 5:5-Achtungserfolg gegen die Sonthofen Bulls am Hühnerberg trafen sich die beiden Allgäu-Rivalen zum Rückspiel in Sonthofen. Und der Oberligist wollte von Beginn an zeigen, dass er sich diesmal keine Blöße gegen die Indians geben wird. Kontingentspieler Rob McFeeters gelang nach acht Minuten auf Vorarbeit von Brad Miller und Janne Kujala das verdiente 1:0. Die Memminger zogen zu viele Strafen, ein ums andere Mal musste der wiederum überzeugende Alex Reichelmeir im Tor in höchster Not retten. Gegen den Überzahltreffer von Marc Sill zum 2:0 nach 18 Minuten war aber auch er machtlos. Völlig verändert kamen die Indians aus der Pause und starteten dann furios in die zweiten 20 Minuten. Nur 41 Sekunden nach Wiederbeginn gelang Kandier Jordan Baker der Anschlusstreffer für Rot-Weiß. Es sollte der Auftakt eines ganz starken zweiten Drittels der Gäste werden. Die Memminger nahmen das Spiel komplett in die Hand, hatten Chance um Chance. Eine davon verwandelte der überragende Baker nach 29. Minuten zum verdienten Ausgleich. Doch damit nicht genug: Patrick Zimmermann setzte nach und besorgte nach 35. Minuten die erstmalige Führung der Indianer. Die Bulls kurzzeitig geschockt – erst recht, als 40 Sekunden vor Drittelende Jordan Baker in Unterzahl (!) auf und davon ging und mit dem sehenswerten Treffer zum 2:4 seinen Hattrick krönte. Den Pass dazu hatte der inzwischen eingewechselte ECDC-Goalie Martin Niemz gegeben. Im letzten Drittel setzte Sonthofen alles auf eine Karte und kam durch Vaitl nach 46 Minuten zum Anschluss. Nach dem Ausgleich durch Ron Newhook (51.) drückte der Oberligist noch mal mächtig auf die Führung, doch gekonnt und mit großem Kampfeswillen brachten die Indians das erneute Unentschieden gegen den klassenhöheren Rivalen über die Zeit. Anders als am Freitag in Memmingen wurde diesmal auf das freiwillige Penaltyschießen verzichtet – hochzufriedene Memminger traten die Heimreise mit der Gewissheit an, dass das Team zu diesem frühen Zeitpunkt schon gut in Schuss ist und das Zeug hat, in diesem Jahr viel zu erreichen.

 

Am Samstag kommt Oberliga-Meister VER Selb an den Hühnerberg

Voller Vorfreude blickt man im Indianer-Lager nun auf den kommenden Höhepunkt der diesjährigen Vorbereitungsphase: Diesen Samstag – zu ungewohnter Eishockeyzeit um 16.45 Uhr – gastiert das Oberliga-Spitzenteam der Selber Wölfe am Memminger Hühnerberg. Vergangene Saison wurden die Oberfranken Meister der Oberliga Süd und nahmen an der Qualifikationsrunde zur DEL2 teil. Ein echter Eishockey-Leckerbissen für die Memminger Eishockeyfans, der umrahmt wird von zwei weiteren Partien an diesem Wochenende. Am Freitag (19.30 Uhr) treten die Indians zunächst beim Oberligisten EC Peiting an, am Sonntag um 18 Uhr kommt es auswärts zum ersten Kräftemessen mit Liga-Rivale HC Landsberg.

 

 

 

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