Memmingen – Rund 400 Demonstrationsteilnehmer und ein großes Polizeiaufgebot

Memmingen + 26.04.2014 + 14-0589

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Am Samstag Nachmittag, 26.04.2014, fand in Memmingen ein Demonstrationszug unter dem Motto „Gegen Nazis und ihre Umtriebe“ statt.

Die Versammlung, deren Teilnehmer vorwiegend linker Gruppierungen angehören, startete um 14.00 Uhr mit einer Kundgebung am Bahnhof von Memmingen. Sie zog dann weiter durch mehrere Straßen der Innenstadt, wo an zwei Standorten nochmals Kundgebungen mittels Lautsprecher stattfanden. Die Veranstaltung endete um ca. 17.00 Uhr mit einer Kundgebung am Bahnhof.
Die Polizei zählte bis zu 400 Versammlungsteilnehmer. Zu nennenswerten Sicherheitsstörungen kam es nicht, es wurden lediglich zwei Straftaten gemeldet. Ein Versammlungsteilnehmer muss sich wegen Sachbeschädigungen verantworten, er hatte Einrichtungen mit Edding beschmiert, eine andere hatte einen Polizeibeamten beleidigt. Beide Verdächtige konnten ermittelt werden.

Bereits auf den Einfahrtsstraßen nach Memmingen fanden ab dem Vormittag Kontrollen der Polizei statt. Fahrzeuge und Personen wurden durchsucht.

Auch der Zutritt zum Bahnhofsvorplatz wurde den Demonstrationsteilnehmern nicht leicht gemacht. Hier mussten die Teilnehmer Körper- und Taschenkontrollen über sich ergehen lassen, teilweise wurden Daten durch die Polizei erfasst.

Ein starkes Polizeiaufgebot begleitete die Kundgebungen und den Demonstrationszug. Nach Meinung der Veranstalter und verschiedener Teilnehmer schreckte dies viele Besucher ab an der Demonstration teilzunehmen.

Aber das Aufgebot bewies sich doch in vereinzelten Szenen als Notwendig. Bereits während der Kundgebung auf Bahnhofvorplatz gegen 14.00 Uhr versuchten einige schwarz gekleidete Teilnehmer, hinter dem Bahnhofsgebäude einen angeblichen Nazi zu verfolgen. Sie konnten von den bereitstehenden Polizeikräften gestoppt werden.

Auch während des Demonstrationszuges kam es zu einer kleiner Eskalation. Die Spitze des Demonstrationszuges wollte nicht die vorgegebene Route zum Bahnhof nehmen, sondern bog in die Waldhornstraße ab und musste auch hier von Kräften der Polizei gestoppt werden. Die schwarz gekleidete Gruppe, die für die Abweichung verantwortlich war, versteckte sich hinter großen Transparenten.

Aber man muss sagen, dass nur eine sehr geringe Anzahl von Teilnehmern der Demonstration ihre Grenzen austestete, die Mehrheit wollte auf die Nazipräsenz in Memmingen und dem Allgäu aufmerksam machen.

Das Recht auf Demonstration ist eines der höchsten Güter die es in Deutschland gibt. Viele Länder beneiden uns. Jedoch sollte eine Demonstration friedlich ablaufen und die Teilnehmer sich nicht hinter Kapuzen, Sonnenbrillen, Tüchern und Transparenten verstecken.

 

 

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