Memmingen – Messtechnik und die Feuerwehr

Memmingen + 23.11.2012 + 12-2763

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Bei der Freiwilligen Feuerwehr Memmingen stand am Freitag, 23.11.2012, das Thema „Messtechnik“ auf dem Ausbildungsplan. Viele Bürgerinnen und Bürger denken wahrscheinlich, die Feuerwehren sind ja nur für das „Grobe“ da, z.B. wenns brennt löschen, oder wenn das Wasser im Keller steht, diesen wieder leer zu pumpen – aber so ist es nicht. Die Feuerwehren müssen immer mehr hochkomplexe Aufgabengebiete abdecken, die zum Schutz der Bevölkerung und der Einsatzkräfte unabdingbar sind.

IMG 0053Das Messen von Gefahrstoffen, das identifizieren von unbekannten Flüssigkeiten oder das Beseitigen von ausgelaufenen Chemikalien stellt die Feuerwehr immer wieder vor neue Herausforderungen. Im Jahr 2012 wurde die Memminger Wehr alarmiert, da aus einer geräumten Apotheke extremer, stechender Geruch wahrgenommen wurde. Oder wie erst von einigen Tagen, eine unbekannte Flüssigkeit an der Eingangstür eines Getränkemarktes für Übelkeit und Erbrechen zweier Mitarbeiter gesorgt hatte. Man sieht hier an diesen Beispielen sehr gut, welche Herausforderungen hier bei solchen Einsätzen auf die Einsatzkräfte zu kommen.

Harald Trück ist bei der Feuerwehr Memmingen für den Bereich Messtechnik verantwortlich. Er zeigte den rund 25 Teilnehmern wie sich Gefahrstoffe verhalten wie sie Aussehen und sie wahrgenommen und gemessen werden können. Der Vortrag war schon eine kleine Chemiestunde. Von Aggregatzuständen wie feste, flüssige und gasförmige Gefahrstoffe, über Zündtemperatur, Untere- und Obere-Explosionsgrenze, Flammpunkt, Siedepunkte, Dichte u.v.m. wurden die ehrenamtlichen Feuerwehrleute ausführlich unterrichtet.

Besonders eindrucksvoll war, dass es immer wieder praktische Vorführungen gab, die das gerade theoretisch Vermittelte auch in der Praxis zeigten.

Diese Lehrstunde bei der Feuerwehr Memmingen wird den Anwesenden zukünftig helfen, Gefahren richtig einzuschätzen und ihre Kameraden von Feuerwehr und anderen Hilfsorganisationen zu schützen.



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