Memmingen – Mehr Platz für Asylbewerber – Neubau für 2,33 Mio. Euro

Foto: Stadt Memmingen

Foto: Stadt Memmingen

Spatenstich für Gemeinschaftsunterkunft in der Kühlhausstraße – ­ 2,33 Millionen Baukosten ­ Fertigstellung bis Juli 2015 erwartet

Zahlreiche Wohnungen und Pensionszimmer hat die Stadt derzeit angemietet, um Asylbewerbern ein Zuhause auf Zeit bieten zu können, und doch reicht der Platz bislang nicht aus. Deshalb soll in der Kühlhausstraße für rund 2, 33 Millionen Euro eine neue Gemeinschaftsunterkunft für Asylbewerber entstehen. Der Spatenstich wurde nun gefeiert.

„Wir reagieren auf die aktuelle Notsituation. Flüchtlinge aus der ganzen Welt kommen nach Deutschland und wir brauchen Platz für sie“, erklärte Oberbürgermeister Dr. Ivo Holzinger. In Memmingen sei mittlerweile aller verfügbarer Wohnraum belegt, so Holzinger. „Wir haben rein gar nichts mehr frei“, betonte Holzinger. 313 Asylbewerber leben derzeit in der Stadt. Zuletzt sind Anfang dieser Woche 35 Menschen aus dem Kososvo angekommen. „Wir haben eine Grenze erreicht. Kommen noch mehr Menschen, wird der Notfallplan in Kraft treten.“ Der Plan sieht vor, Asylbewerber in der Ratzengraben-Turnhalle unterzubringen.

In der neuen Gemeinschaftsunterkunft, die in den kommenden Monaten in der Kühlhausstraße gebaut wird, können 66 bis 68 Personen wohnen. Sechs Gemeinschaftsküchen und ein Aufenthaltsraum sind in dem zweistöckigen Gebäude geplant. „Im Juli ist die Übergabe geplant“, informierte Architekt Helmut Schedel.

Gebaut wird die Gemeinschaftsunterkunft in Modulbauweise. „Die 34 Stahlmodule werden in unserem Werk in der Nähe von Leipzig gefertigt. Dazu brauchen wir etwa vier Wochen“, erklärte Daniel Tiefenbach von der Firma Kleusberg. In den Modulen seien Fenster und Türen bereits fertig eingebaut. „Ein Modul ist knapp zwölf Meter lang und 3,34 Meter hoch.“ Ende April sollen die Module auf Lastwagen angeliefert und aufgestellt werden. Der weitere Ausbau soll bis Juli abgeschlossen sein.