Memmingen – Kinder zündeln im Keller – Feuerwehrmann stürzt aus Löschfahrzeug

02-01-2014_memmingen_rauchentwicklung_altstadt_einlass_feuerwehr_poeppel_new-facts-eu20140102_0008

Symbolbild

Am Samstag, 26.09.2015, kurz nach 17.00 Uhr, verständigte eine besorgte Memmingerin die Feuerwehr über Notruf 112, weil Rauch aus ihrem Keller in der Ellenbogstraße in Memmingen drang. Daraufhin wurden Kräfte der Feuerwehr Memmingen, des Rettungsdienstes und der Polizei zum Einsatzort entsandt. Das Feuer war schnell gelöscht, da es sich doch lediglich um eine angesengte Obstkiste handelte und glimmendes Faserstoffmaterial, welches die starke Rauchentwicklung verursachte.

Nachdem die Feuerwehr ihre Arbeit getan hatte, machten sich Beamte der Polizeiinspektion Memmingen auf die Suche nach der Ursache des minimalen Brandes. Da jegliche Brandursachen außer einer vorsätzlichen Entzündung auszuschließen waren, fiel der Verdacht auf zwei 12- und 13-jährige Buben, welche sich kurz allein in dem Gebäude aufgehalten hatten. Aufgrund elterlichem Vernehmungsgeschick legten sie dann ein Geständnis ab, im Keller gezündelt zu haben. Eine Gefahr des Übergreifens auf das Gebäude bestand jedoch nicht. Die beiden Buben erhielten eine „strenge Vorladung“ zur Memminger Jugendfeuerwehr.

Ein 23-jähriger Feuerwehrmann wurde auf der Anfahrt zu dem Einsatz verletzt, als er aus einem fahrenden Feuerwehrauto fiel. Das Einsatzfahrzeug hatte die Feuerwehrwache gerade verlassen, als sich in der Rechtskurve des Rennwegs an der Abzweigung zum Tummelplatzweg aus bislang ungeklärter Ursache plötzlich die hintere, linke Kabinentür öffnete. Der Floriansjünger stürzte aus dem fahrenden Fahrzeug auf die Gegenfahrbahn. Die Tatsache, dass hier gerade kein Fahrzeug unterwegs war und dass er seine Schutzausrüstung und hier insbesondere seinen Helm trug, führten dazu, dass er nur leicht verletzt wurde. Er konnte selbständig wieder in das Fahrzeug einsteigen und wurde erst von der Einsatzstelle aus mit einem Rettungswagen vorsorglich ins Klinikum Memmingen gebracht, wo er wegen Prellungen und Schürfwunden ambulant behandelt wurde.