Memmingen – Kind schwerst misshandelt

Polizei-Bayern-Wappen2Lebensgefährliche Verletzungen erlitt ein Säugling am Donnerstagabend, 14.07.2011, in Memmingen durch Schläge des eigenen Vaters. Die Tat trug sich gegen 21.00 Uhr in der Wohnung der Familie zu.

Nach derzeitigen Erkenntnissen war ein 37-Jähriger Mann abends zu seiner Familie nach Hause gekommen. In Anwesenheit der 29-jährigen Mutter, die sich mit dem gemeinsamen Kind bereits zu Hause befand, schlug der Vater dem fünf Monate alten, männlichen Säugling gegen den Kopf. Warum er das Kind schlug, muss im Rahmen der Ermittlungen geklärt werden.

Die Mutter versuchte, den Übergriff des Vater auf den Säugling zu verhindern und wurde dabei von dem Mann selbst geschlagen.

Der Säugling erlitt durch die Gewalteinwirkung lebensgefährliche Kopfverletzungen. Er wurde in eine Fachklinik geflogen und dort operiert.
Die 29-jährige Mutter erlitt leichte Verletzungen. Auch sie wurde in einem Krankenhaus behandelt.

Die Polizei konnte den 37-jährigen Tatverdächtigen unmittelbar nach der Verständigung in der Wohnung widerstandslos festnehmen.

Er wurde von der Kriminalpolizei Memmingen zwischenzeitlich als Beschuldigter vernommen. Er räumte dabei ein, den Säugling geschlagen zu haben. Es wird wegen eines versuchten Tötungsdelikts gegen den Mann ermittelt.

Bezüglich der Hintergründe und genauen Umstände der Tat ist zum jetzigen Zeitpunkt noch keine Aussage möglich.

Der dringend tatverdächtige 37-jährige Memminger wurde auf Antrag der Staatsanwaltschaft Memmingen heute der zuständigen Ermittlungsrichterin beim Amtsgericht Memmingen vorgeführt. Diese erließ Haftbefehl gegen den Mann.

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