Memmingen – Die Jugendfeuerwehr Memmingen besucht die Insel Pellworm und die Partnerfeuerwehr Husum

Foto: Jugendfeuerwehr Memmingen

Foto: Jugendfeuerwehr Memmingen

Anfang August machte sich die Jugendfeuerwehr Memmingen zu einer Fahrt nach Schleswig-Holstein in den hohen Norden auf den Weg. Unter Leitung von Stadtjugendfeuerwehrwart Christian Thiel und seiner Stellvertreterin Katrin Stoeber nahmen elf Jugendliche an der Fahrt teil. Ziel war die Insel Pellworm. Hier fand vom 02.08. – 07.08.2014 ein gemeinsames Zeltlager mit der Jugendfeuerwehr Husum statt.

 Bereits am Freitag, 01.08.2014, reiste die Jugendfeuerwehr Memmingen an. Um die Überfahrt mit der gebuchten Fähre nicht zu verpassen, fand von Freitag auf Samstag eine Zwischenübernachtung in der Feuerwache Husum statt. Hierfür vielen Dank an die Feuerwehr Husum. So konnte am Samstagvormittag die Überfahrt vom Fähranleger in Nordstrand auf die Insel Pellworm ganz entspannt in Angriff genommen werden. Hier wurde die Jugendfeuerwehr Memmingen bei herrlichem Sommerwetter bereits von den Jugendfeuerwehrwarten aus Husum, Tobias Bispeling und Sieghard Adler-Hofeldt, erwartet. Nach dem Kennenlernen der Jugendlichen aus Husum und Memmingen standen die Zelteinteilung und ein erfrischendes Bad in der Nordsee auf dem Plan.

 Am Sonntag erkundeten alle Zeltlagerteilnehmer die Insel per Fahrrad. Während den folgenden Tagen waren weitere Attraktionen wie, Lagerspiele, gemeinsame Abende am Lagerfeuer, Leuchtturmbesichtigung, Fahrrad-Rallye, Wattwanderung und gemeinsames Baden in der 24 Grad warmen Nordsee geplant. Als außergewöhnlich für die Süddeutschen war eine Fahrt zu den Seehundbänken. Hierbei bestand die Möglichkeit Seehunde beim Sonnen auf einer Sandbank zu beobachten. Ein Mitarbeiter erklärt während der Fahrt alles Wissenswert zum Thema Seehunde und Nordsee. Bei der Rückfahrt ließ der Kapitän ein Netz zu Wasser und die beeindruckten Jugendlichen lernten die Lebewesen der Nordsee kennen. Ein weiterer Höhepunkt waren die allabendlich stattfindenden Spiele auf dem Beach-Volleyballfeld. Unter Mitwirkung fast aller Anwesenden fand hier das eine oder andere äußerst spannende Match statt. Am Dienstagabend veranstalteten die Memminger einen bayrischen Abend. Die Betreuerinnen und Betreuer trugen hierbei traditionell Dirndl und Lederhosen, was bei den geladenen Gästen sehr gut ankam. Unter den Gästen befand sich der Bürgermeister von Pellworm, Jürgen Feddersen, und der Amtswehrführer, Jens Jürgen Jensen, von dem der Zeltplatz zur Verfügung gestellt wurde. Die vom Koch der Jugendfeuerwehr Memmingen, Daniel Hirschmeier, und seinem Team zubereiteten original Allgäuer Kässpatzen fanden großen Zuspruch.

 

IMG_2396_1Bei sommerlichem Wetter konnte an fast jedem Tag ein Bad in der Nordsee genossen werden. Voraussetzung hierfür war natürlich, das das Wasser „da“ war. Das Thema Ebbe und Flut faszinierte die aus dem Süden Angereisten immer wieder. Am Donnerstag bauten alle Beteiligten das Zeltlager gemeinsam ab und setzten am Nachmittag mit der Fähre wieder auf das Festland über. Vor den Aufräumarbeiten in der Feuerwache Husum erhielten alle zur Stärkung Kaffee und Kuchen. Zu diesem Zeitpunkt bezogen die Jugendlichen aus Memmingen mit den Betreuern ihre Quartiere in den Räumlichkeiten der Feuerwache Husum.

 Bis zur Abreise am Montag betreute Peter Post, stellvertretender Wehrleiter der Feuerwehr Husum, die Memminger. Peter Post organisierte ein sehr abwechslungsreiches Programm. Der stellvertretende Bürgermeister aus Husum, Herr Schmidt-Knäbel, lud zu einem Empfang im Rathaus ein. Alle Beteiligten aus Memmingen hatten die Möglichkeit, dass Friesen-Diplom abzulegen. Um dieses Diplom zu erlangen, mussten verschiedene Disziplinen wie Gummistiefel-Weitwurf, eine Schnelligkeitsübung (Robben im Gras) und sonstige „norddeutsche“ Übungen absolviert werden. Alle Mitgereisten erhielten die Urkunde für das bestandene Friesen-Diplom überreicht. Am Samstag war eine Fahrt in die Landeshauptstadt Kiel angesagt. Für die Fahrt über den Nord-Ostsee-Kanal nutzen die Beteiligten eine Schwebefähre. Hiervon existieren in Europa lediglich vier Stück. Anschließend fuhren die Feuerwehrmitglieder für einen kurzen Aufenthalt in den Hafen von Kiel und weiter nach Laboe zur Besichtigung des U-Boot Ehrendenkmals.

 Von Donnerstag bis Sonntag fanden in Husum die Hafentage statt. Selbstverständlich besuchten die Memminger auch diese Veranstaltung. U. a. messen sich am Sonntagvormittag verschiedenen Mannschaften beim Tauziehen. Hierfür wird ein Seil über das Hafenbecken gespannt und auf der Süd- und Nordseite stehen sich Mannschaften gegenüber, die am Seil ziehen. Die schwächere Mannschaft wird mit einem Bad im Hafen „belohnt“. Am Nachmittag unterstützte die Feuerwehr Husum eine Rallye mit Plastikenten. Die Kameraden aus Husum setzten mit Booten Ölsperren im Hafenbecken ein und von einem Fischkutter wurden die Enten ins Wasser gelassen. Alle Enten sind mit Nummern versehen. Die Enten, die als Erste die Ölsperre passieren, sind mit attraktiven Preisen versehen. Anschließend bestand für die Memminger Gruppe die Möglichkeit mit Krabbenkuttern an einer Fahrt auf die Nordsee teilzunehmen. Hierbei konnte ansatzweise das harte Leben der Krabbenfischer kennengelernt werden.

 Nach beeindruckenden Tagen auf Pellworm und in Husum traten die Jugendlichen mit ihren Betreuern am Montag die Rückreise nach Memmingen an. Auf diesem Wege möchten wir uns bei Allen bedanken, die uns unvergessliche Tage in Norddeutschland ermöglicht haben. Insbesondere geht der Dank an die Jugendfeuerwehr Husum unter Leitung von Tobias Bispeling und Sieghart Adler- Hofeldt. Bei der Feuerwehr Husum möchten wir uns stellvertretend für alle Kameradinnen und Kameraden bei Peter Post und seinem Team bedanken.

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