Memmingen | Ablenkung im Fokus der Polizei

v. l. n. r. POK Bischlager, PHMin Allison, PHK Guggenmos – Foto: Polizei

Jeder zweite Autofahrer nutzt sein Mobiltelefon während der Fahrt. Jeder vierte Smartphonenutzer liest Textnachrichten am Steuer und jeder zweite Pkw-Fahrer isst oder trinkt beim Lenken. Diese plakativen Zahlen, erhoben durch das Allianz Zentrum für Technik (AZT), sind Teil der erstmals länderübergreifend initiierten Verkehrssicherheitsaktion „sicher.mobil.leben“. Kernziel des bundesweiten Zusammenschlusses ist die Sensibilisierung der Bevölkerung hinsichtlich der Gefahren von Ablenkung im Straßenverkehr.

Oftmals ist es nach einem Unfallgeschehen nicht nachweisbar, ob beispielsweise die Nutzung eines Mobiltelefons der Grund des Unfalls war. Zahlreiche wissenschaftliche Untersuchungen belegen jedoch, dass Ablenkung mittlerweile bei gut der Hälfte aller Verkehrsunfälle mit unfallursächlich ist. Dennoch wird die Thematik Ablenkung durch viele Verkehrsteilnehmer zunehmend bagatellisiert.

Um diesem Trend entgegenzuwirken, führte die Polizeiinspektion Memmingen zusammen mit der Autobahnpolizei Memmingen verstärkt Präventionsveranstaltungen im Innenstadtbereich durch. Zuletzt am vergangenen Dienstag unterstützten 14 Beamte in Ausbildung die Memminger Polizisten. Neben dem Betrieb eines Informationsstandes am Schrannenplatz und der Verteilung von Flyern in der Fußgängerzone, stand das direkte Gespräch mit den Bürgerinnen und Bürgern im Mittelpunkt. Eine Vielzahl von Passanten konnte erreicht und hinsichtlich der Gefahren von Ablenkung im Straßenverkehr sensibilisiert werden. Für die jungen Kolleginnen und Kollegen der Bereitschaftspolizei Dachau, die erstmals außerhalb der Kaserne in Uniform in Erscheinung traten, war dies eine willkommene Abwechslung zum gewohnten Ausbildungsalltag.

Um stets sicher das Ziel zu erreichen, empfiehlt die Polizei folgende Regeln einzuhalten:

  • Unterlassen Sie die Bedienung von Smartphones, Tablets und Co. während der Fahrt.
  • Nehmen Sie sich Zeit zur Vorbereitung, damit Sie das Fahrzeug Ihren eigenen Bedürfnissen anpassen können (Sitzeinstellung, Spiegel, Koppelung der elektronischen Geräte mit dem Fahrzeug).
  • Programmieren Sie Navigationsgeräte vor Fahrtantritt bzw. übertragen Sie die Bedienung dem Beifahrer.
  • Vermeiden Sie emotionale Gespräche.
  • Legen Sie für Essen und Trinken eine Pause ein.
  • Verwenden Sie für die Teilnahme am Straßenverkehr keine Kopfhörer.