Memmingen – 23-Jährige vergewaltigt und mit dem Tode bedroht – 31-jähriger Portugiese in Haft

kriminalpolizei-rücken poeppel new-facts-eu

Symbolfoto

Das Amtsgericht Memmingen ordnete auf Antrag der Staatsanwaltschaft Memmingen die Untersuchungshaft gegen einen 31-jährigen Portugiesen wegen des Verdachts der Vergewaltigung an.

Eine Woche zuvor erstattete die ehemalige Freundin des Verdächtigen, eine 23-jährige Angestellte aus Baden Württemberg, Strafanzeige beim Kriminaldauerdienst Ulm. Sie hatte eine längere Beziehung zu dem Mann sechs Wochen vor der Tat beendet. Damit wollte dieser sich nicht abfinden. Er schickte ihr regelmäßig unerwünschte SMS, um mit ihr wieder in Kontakt zu treten. Diese wurden von der Frau zunächst ignoriert. Dann lockte sie der Tatverdächtige unter dem Vorwand, er möchte ihr 500 Euro für noch offene Schulden zurückzahlen, nach Memmingen. Gemeinsam suchten sie abends nach 21 Uhr eine Memminger Bankfiliale auf, um das Geld am Automaten abzuheben. Zur Auszahlung des Geldes kam es nicht, weil die Bankkarte des Beschuldigten nicht akzeptiert wurde.

Nun dirigierte der Mann sein Opfer auf einen Parkplatz im Stadtgebiet von Memmingen. Dort bedrohte er seine ehemalige Freundin mit einem Messer und verlangte von ihr, dass sie sexuelle Handlungen an ihm vornimmt. Andernfalls würde er sie umbringen. Unter dem massiven Druck des Mannes und nach weiteren Handgreiflichkeiten kam es nach Einschätzung der Ermittler im verschlossenen Auto zu sexuellen Handlungen gegen den Willen der Frau.

Nach der Tat fuhren beide zusammen zu einer Tankstelle in Memmingen, um sich Getränke zu kaufen. Dort konnte das verängstigte Opfer seinen Peiniger zum Aussteigen bewegen und einen günstigen Augenblick zur Flucht nutzen.

Bei der anschließenden Spurensicherung konnten an Kleidungsstücken belastende Spuren gesichert werden. Das vermutliche Tatmesser konnte ebenfalls im Auto aufgefunden und sichergestellt werden. Der Beschuldigte bestreitet, dass er gegen den Willen der jungen Frau gehandelt hat.