Mats Hummels: Gruppenbildung in Nationalelf „nicht so schlimm“

Frankfurt/Main (dts Nachrichtenagentur) – Fußball-Nationalspieler Mats Hummels findet nicht, dass zwischenmenschliche Probleme für das frühe Ausscheiden Deutschlands bei der WM 2018 entscheidend waren. „Gruppenbildung gab es immer, und sie gibt es auch heute in jeder Mannschaft, genau wie im normalen Leben. Sie ist auch nicht so schlimm“, sagte Hummels der „Welt am Sonntag“.

Veränderungen müssten an anderen Stellen vorgenommen werden. „Das Taktische wird ein großes Thema bei uns sein. Zudem bin ich sicher, dass es uns sehr gut tut, wenn wir wieder etwas mehr das sind, was man als volksnah bezeichnet“, sagte er: „Vielleicht muss man für sich selbst wieder ein anderes Bewusstsein in dieser Hinsicht entwickeln. Wir wollen die Verbindung zu den Fans verbessern. Sie ist nicht weg, doch sie war zuletzt nicht so gut wie vor einigen Jahren.“ Den Ruf nach mündigeren Spielern kann der 29-Jährige nicht nachvollziehen. „Es wird immer Alibi-Forderungen nach Spielern mit Ecken und Kanten geben. Und sobald einer mal was sagt, schmeißen sich alle drauf. Ich habe früher gedacht, man könnte das ändern. Doch inzwischen habe ich gelernt, dass das nicht mehr der Fall sein wird. Das nehme ich hin und versuche, damit umzugehen“, sagte er. Dass er beim FC Bayern München von Neu-Trainer Niko Kovac zum Bundesligaauftakt auf die Bank gesetzt wurde, will Hummels nicht kritisieren. „Ich hoffe, er hält die Rotation die ganze Saison über aufrecht“, sagte der Innenverteidiger. Die Entscheidung des Trainers habe er akzeptiert. „Wenn ich sie bei der enormen Qualität in unserer Innenverteidigung nicht akzeptieren würde, hätte ich keine gesunde Selbsteinschätzung“, sagte er.

Mats Hummels (Deutsche Nationalmannschaft), Pressefoto Ulmer, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Mats Hummels (Deutsche Nationalmannschaft), Pressefoto Ulmer, über dts Nachrichtenagentur