Maselheim – Polizei rätselt immer noch über den verbrannten Toten

Lkrs. Biberach/Maselheim | 25.09.2011 | 11-1071

Ein mysteriöser Autobrand mit Todesfolge beschäftigt weiterhin die Polizeidirektion Biberach und die Staatsanwaltschaft Ravensburg. Auch die Gerichtsmedizin sowie technische Sachverständige arbeiten mit Hochdruck an der Lösung des Falles.

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Wie berichtet ist am vergangenen Sonntagmorgen, 25.09.2011, gegen 5.50 Uhr, eine Person in einem brennenden Auto bei Maselheim ums Leben gekommen. Das Fahrzeug wurde  von Passanten an einer Verbindungsstraße in Richtung des Weilers „Zum Stein“ entdeckt. Beim Eintreffen der Feuerwehr war das Auto nahezu komplett ausgebrannt. Im Fahrzeuginnern wurden die Überreste eines menschlichen Körpers vorgefunden. Zwischenzeitlich gibt es kaum mehr Zweifel, dass es sich bei dem Toten um den 48-jährigen Fahrzeugbesitzer aus dem Raum Maselheim  handelt. Letzte Klarheit wird ein DNA-Vergleich bringen.  Im Laufe des Mittwochs wurde bei weiteren Untersuchungen der Gerichtsmedizin festgestellt, dass das Opfer zum Todeszeitpunkt erheblich unter Alkoholeinwirkung stand.

 

11-1071-2Eine wichtige Rolle bei den kriminalpolizeilichen Ermittlungen spielt die Zeugensuche. Anknüpfpunkt ist ein Verkehrsunfall, den der 48-jährige Opellenker in derselben Nacht gegen 4.15 Uhr auf der Laupertshauser Straße in Maselheim gehabt hat. Beim Aufprall auf eine Gartenmauer wurde der weiße Opel Astra des späteren Brandopfers  erheblich beschädigt. An der Unfallstelle hielten sich Erkenntnissen zufolge unter anderem vier jüngere  Leute auf. Diese waren mit einem dunklen, kleineren Auto unterwegs. Außerdem ist es für die Polizei wichtig zu wissen, wo sich der 48-Jährige von Samstag auf Sonntag aufgehalten hat. Bisherige Befragungen haben ergeben, dass er zunächst in einer Gaststätte in Sulmingen war, dann in seinem Auto einen Bekannten nach Hause gefahren hat. Anschließend soll der 48-Jährige im Vereinsheim der Motorsportfreunde Maselheim  gewesen sein. Bei der Wegfahrt vom Vereinsheim rutschte er gegen 4 Uhr mit seinem Wagen in einen Graben, fuhr aber weiter und anschließend kam es dann zum Aufprall auf die Gartenmauer. Unklar ist, wo sich der Mann nach dem Unfall bis zu dem Fahrzeugbrand aufgehalten hat. Diese Zeitspanne zwischen etwa 4.30 und 5.30 Uhr ist für die Polizei ebenfalls von Bedeutung.  Wer also in dieser Zeit oder auch im Laufe der Nacht Auffälligkeiten im Zusammenhang mit einem weißen Opel Astra gemacht hat, wird dringend gebeten, sich bei der Kripo Biberach, Telefon 07351/447-0, zu melden.

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