Maaßen wertet Razzia gegen rechte Terrorzelle als Erfolg

Berlin – Der Präsident des Bundesamtes für Verfassungsschutz (BfV), Hans-Georg Maaßen, wertet die Festnahmen im Fall der mutmaßlichen rechtsextremistischen Terrorzelle „Oldschool Society“ als Erfolg. „Trotz der vorherrschenden Bedrohung durch den islamistischen Terrorismus behält der Verfassungsschutz auch die gewaltbereite rechts- und linksextremstische Szene in Deutschland fest im Blick“, sagte Maaßen der „Welt“. Am Mittwoch hatte die Bundesanwaltschaft in vier Bundesländern die Wohnungen von Rechtsextremisten durchsuchen lassen, die verdächtigt werden Anschläge auf Salafisten, Moscheen und Asylbewerberunterkünfte geplant zu haben.

Die Gruppe nannte sich „Oldschool Society“. Insgesamt vier Personen wurden festgenommen. Die Festnahmen und Durchsuchungen resultierten „maßgeblich“ aus Erkenntnissen des Verfassungsschutzes, sagte Maaßen der „Welt“. „Durch den Einsatz verschiedener nachrichtendienstlicher Mittel wurden die Gruppe und ihre mutmaßlich rechtsterroristischen Anschlags-Vorhaben frühzeitig aufgeklärt“, sagte der Verfassungsschutzpräsident. Laut „Welt“ gehen Sicherheitsbehörden derzeit von mindestens neun Gründungsmitgliedern der „Oldschool Society“. Hinzu kommen weitere mutmaßliche Unterstützer. Einige Führungskader der mutmaßlichen Terrorzelle sollen aus dem Spektrum des organisierten Rechtsextremismus stammen. Bei den Durchsuchungen am Mittwoch, an denen rund 250 Polizeibeamte beteiligt waren, stießen die Ermittler neben Pyrotechnik laut „Welt“ auch auf zahlreiche Messer und Gaspistolen.

Über dts Nachrichtenagentur