Lkw 80% überladen und weitere technische Mängel

A7 – Langenau | 17.06.2011 | 11-335

Beamte der Autobahn- und Verkehrspolizei Heidenheim bemerkten bei einer Streifenfahrt am Donnerstag, 16.06.2011, gegen 17.00 Uhr, auf der A 7, kurz nach der Anschlussstelle Langenau in Fahrtrichtung Würzburg, einen stark in Schräglage stehenden Lkw auf dem Standstreifen. Bei einer näheren Überprüfung vor Ort stellte sich dann heraus, dass sich bei dem mit Teer voll beladenen Lkw mit britischer Zulassung die komplette Zwillingsbereifung samt Felgen auf der rechten Seite der Hinterachse abgelöst hatte, wobei eines der beiden Räder erst einige Meter hinter dem Lkw an der Mittelschutzplanke zum Stehen kam.

Eine naheliegende Erklärung für das Ablösen der Räder fanden die Beamten relativ schnell darin, dass an dem heruntergekommenen Lkw mehr als deutliche Anzeichen für eine aktuelle, starke Überladung zu sehen waren und dieser offensichtlich auch schon in der Vergangenheit häufig deutlichen Überladungen ausgesetzt war.Ferner entdeckten die Beamten auf der beschädigten Fahrzeugseite Anhaltspunkte für erhebliche, technische Mängel, wie zum Beispiel nahezu komplett abgefahrene Bremsbeläge.Nachdem bei dem Lkw vor Ort keine Fahrbereitschaft mehr hergestellt werden konnte und er durch ein bereits vom Fahrer angefordertes Abschleppunternehmen mit einem schweren Bergungsfahrzeug von der Autobahn geschleppt war, wurde kurze Zeit später eine angeordnete Wägung durchgeführt.Diese ergab ein stolzes Gesamtgewicht von mehr als 13,5 t, obwohl für den Lkw nur ein solches von 7,5 t zulässig gewesen wäre und somit eine Überladung von 80 % vorlag.Eine Begutachtung bezüglich der technischen Mängel steht allerdings noch aus.Fahrzeugführer bzw. -halter erwartet nun neben einer hohen Abschlepprechnung auch noch ein Bußgeld über mehrere hundert Euro.Abgesehen davon dürfte der Lkw nach dem Reifenverlust nur noch Schrottwert haben.
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