Lkrs. Unterallgäu – Starkregen und Sturm zieht über Memmingen und das Unterallgäu hinweg

Lkrs. Unterallgäu/Memmingen + 05.07.2012 + 12-1669

05-07-2012 Unwetter-wolke new-facts-eu

Donnerstag Abend, 05.07.2012, kurz vor 20.00 Uhr, ging es im Bereich Grönenbach mit dem Unwetter los. Starkregen und Orkanböen peitschten über das Land. In Bad Grönenbach wurden zahlreiche Bäume abgebrochen. Der starke Regen überforderte die Kanalisation. Keller liefen voll und die Straßen wurden teilweise überflutet, so auch zum wiederholten Male in Zell. Auf der Strecke Memmingen nach Woringen mussten die Feuerwehren zahlreiche umgestürzte Bäume beseitigen. Die Strecke Zell in Richtung Kronburg musste auf Grund umgestürzter Bäume gesperrt werden. Durch das Unwetter meldeten sich auch zahlreiche Brandmeldeanlagen (BMA). Auch diese mussten von den Feuerwehren angefahren werden und die Anlagen überprüft werden.


Auf Grund des starken Gewitters hat auch die Brandmeldeanlage am Kohlbergtunnel wieder angeschlagen. Beide Tunnelröhren wurden automatisch gesperrt und der Verkehr staute sich vor den Einfahrten. Nach kurzer Überprüfung durch die Autobahnpolizei Memmingen wurde der Verkehr wieder freigegeben.

In Kirchhaslach, Ottobeuren und Trunkelsberg, brach jeweils die Spitze des Maibaumes ab und musste mit der Drehleiter vor dem herabstürzen gesichert werden. Zahlreiche Wohn- und Geschäftshäuser in Babenhausen mussten vom Wasser befreit werden. In Memmingerberg musste die Feuerwehr in einem Industriebetrieb chemische Zusatzstoffe gegen das Wasser sichern.

Das Technische Hilfswerk Memmingen kam am Allgäu-Airport zum Einsatz. Durch eine Windböe wurde ein Verwaltungsgebäude abgedeckt. Das Dach begrub zahlreiche Pkw unter sich und verursachte erheblichen Sachschaden. Der Bereich wurde weiträumig abgesperrt. Rund 200 Fluggäste konnten auf Grund der Wetterlage ihren Flug nicht fortsetzen. Die Feuerwehr Memmingerberg, das THW, das BRK, MHD und die Flughafen-Geschäftsführung sorgten dafür, dass die Reisenden in der Festhalle Memmingerberg untergebracht werden konnten.

Die Feuerwehren im Unterallgäu und der Stadt Memmingen hatten die Lage unter Kontrolle. Die Einsäzte wurden zum großen Teil über die Kreiseinsatzzentralen Memmingen und Mindelheim abgewickelt, so konnte die Integrierte Leitstelle Donau-Iller entlastet werden.

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