Linksfraktionschef Bartsch sieht Gabriels Mitte-Links-Option skeptisch

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Das Plädoyer von SPD-Chef Sigmar Gabriel für ein Mitte-Links-Bündnis stößt in der Linkspartei auf Skepsis: „Ich erinnere mich, dass die SPD vor der letzten Bundestagswahl einen Schein-Linksschwenk vorgenommen hatte, aber danach die vorhandene Option jenseits der Union nicht einmal geprüft hat“, sagte der Vorsitzende der Linksfraktion im Bundestag, Dietmar Bartsch, der „Saarbrücker Zeitung“ (Dienstagsausgabe). Bis zur nächsten Wahl bleibe reichlich Zeit, um seitens der SPD deutlich zu machen, dass es anders gehen könne. „Die Taten zählen“, so Bartsch.

Zugleich widersprach der Linken-Politiker seinem Parteichef Bernd Riexinger, der sich vor dem Hintergrund der Äußerungen Gabriels für einen Lagerwahlkampf mit der SPD für die nächste Bundestagswahl ausgesprochen hatte. „Es geht um eine starke Linke und darum, politische Alternativen deutlich sichtbar zu machen, nicht um Lagerwahlkampf“, meinte Bartsch. Erst nach Wahlentscheidungen lote man mögliche Regierungsbündnisse aus. „Natürlich reden wir miteinander. Mit der SPD gibt es solche Gespräche, auch auf höchster Ebene. Das ist wirklich nichts Neues“, so Bartsch.

Sigmar Gabriel, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Sigmar Gabriel, über dts Nachrichtenagentur