Linke kritisiert Kürzungen für sozialen Wohnungsbau

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Die Linksfraktion kritisiert die geplante Verringerung der Bundesmittel für den sozialen Wohnungsbau. Caren Lay, wohnungsbaupolitische Sprecherin der Linken im Bundestag, sagte dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“ (Samstagausgaben), es handele sich um absolut unverständliche Kürzungspläne. Noch immer würden jährlich rund 50.000 Sozialwohnungen aus der Förderung herausfallen.

Der Bedarf an zusätzlichen Sozialwohnungen werde von Experten bundesweit auf rund vier Millionen geschätzt. Deshalb fordere ihre Partei „fünf Milliarden Euro jährlich für den sozialen Wohnungsbau“, so Lay weiter. Die Bundesregierung will die Unterstützungsmittel für die Länder um jährlich 500 Millionen Euro verringern. Das ergibt sich aus dem in dieser Woche vom Bundeskabinett verabschiedeten Haushaltsplanentwurf. 2017 und 2018 standen für den sozialen Wohnungsbau noch jeweils 1,5 Milliarden Euro zur Verfügung, ab 2019 sind es dann nur noch jeweils eine Milliarde.

Hochhaussiedlung Gropiusstadt in Berlin-Neukölln, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Hochhaussiedlung Gropiusstadt in Berlin-Neukölln, über dts Nachrichtenagentur