Linke: GroKo soll vor Bundestags-Sondersitzung Waffenpläne vorlegen

Bundestagssitzung im Plenarsaal des Reichstags, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Bundestagssitzung im Plenarsaal des Reichstags, über dts Nachrichtenagentur

Berlin – Der Vorsitzende der Linkspartei, Bernd Riexinger, lehnt die für den 1. September geplante Sondersitzung des Bundestags ab, wenn die Regierung um Kanzlerin Angela Merkel (CDU) nicht vorher bekannt gibt, was sie konkret vorhat: „Der Bundestag sollte auf der Basis einer entscheidungsfähigen Vorlage der Bundesregierung tagen“, sagte Riexinger der „Mitteldeutschen Zeitung“ (Dienstagausgabe). „Der Bundestag ist schließlich keine Waffenshow.“ Riexinger fügte hinzu: „Die Bundesregierung will bewaffnete Soldaten in ein Kriegsgebiet schicken, um dort Kriegswaffen abzuliefern. Der Unterschied zu einem genehmigungspflichtigen Auslandseinsatz ist nur theoretisch. Ich halte ein Bundestagsmandat für zwingend notwendig. Die Regierung bewegt sich auf dünnem Eis.“

Zuvor hatte Vizeregierungssprecher Georg Streiter erklärt, die Regierung werde ihre Pläne womöglich erst nach der Sondersitzung beschließen.

Über dts Nachrichtenagentur

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