Lindau – Versuchter Raub auf Lottogeschäft – 22-Jähriger hatte zu wenig Kondition für die Flucht

31-03-2014_oberallgaeu_haldenwang_bankueberfall_fahndung_spurensicherung_polizei_poeppel_groll_new-facts-eu20140331_0016

Symbolbild

Aufgrund seiner unzureichenden Kondition konnte ein gescheiterter Räuber kurz nach der Tat festgenommen werden.

Der 22-Jährige hatte am Dienstag, 08.07.2014, gegen 16.30 Uhr, ein Lottogeschäft in Lindau/Bodensee betreten und von der 62-jährigen Betreiberin unter Vorhalt eines Klappmessers die Herausgabe von Bargeld gefordert. Diese weigerte sich jedoch die Forderung zu erfüllen, weshalb der 22-jährige Baden-Württemberger die Flucht ergriff. Da die Überfallene daraufhin um Hilfe schrie, wurde ein benachbarter 56-jähriger Geschäftsinhaber auf den Überfall aufmerksam, konnte den Flüchtenden sehen und nahm die Verfolgung zu Fuß auf.

Trotz des deutlichen Altersunterschied erwies sich die Kondition des Verfolgers als überlegen, so dass der Flüchtende bereits nach kurzem Weg aus Konditionsmangel aufgeben musste. Der 22-Jährige wurde von seinem Verfolger widerstandslos zum Tatort zurückgebracht, wo er bereits von der Lindauer Polizei erwartet und festgenommen wurde.

Die weiteren Ermittlungen ergaben, dass der 22-Jährige umfangreiche Fluchtvorbereitungen getroffen hatte, diese jedoch aufgrund der Zivilcourage des 56-Jährigen nicht umsetzen konnte. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Kempten wurde der gescheiterte Räuber am Mittwoch Vormittag dem Haftrichter vorgeführt. Dieser erließ wegen des dringenden Tatverdachts der versuchten schweren räuberischen Erpressung einen Untersuchungshaftbefehl. Die Sachbearbeitung wurde von der Kripo Lindau übernommen.

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