Lindau – Schleierfahnder überführen Unterallgäuer Drogendealer

Symbolbild

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Mit einer Verkehrskontrolle nach der Einreise in das Bundesgebiet begannen polizeiliche Ermittlungen, die zur Sicherstellung einer nicht unerheblichen Menge Rauschgift führten.

Bereits am Dienstag Abend, 09.12.2014, hielten Lindauer Schleierfahnder in der Bregenzer Straßein Lindau/Bodensee einen aus Österreich kommenden Pkw mit deutscher Zulassung an. Die Fahnder bemerkten bereits bei der Annäherung des Fahrzeugs, dass der Beifahrer einen Gegenstand aus dem Fenster geworfen hatte, bei dem sich später herausstellte, dass es sich um ein Tütchen mit Cannabissamen handelte, welches auch sichergestellt werden konnte.
Die Beamten fanden bei der eingehenden Kontrolle der beiden Insassen, einer 25-jährigen Fahrerin und dem 22-jährigen Beifahrer, zwar kein weiteres Rauschgift, jedoch Hinweise darauf, dass der junge Mann im Rauschgifthandel tätig sein könnte.
Aus diesem Grund erließ die Ermittlungsrichterin beim Amtsgericht Kempten auf Antrag der Kemptener Staatsanwaltschaft einen Beschluss zur Durchsuchung seiner Wohnung, der von den Lindauer Schleierfahnder noch in derselben Nacht vollzogen wurde. Und sie wurden in der Wohnung des jungen Mannes, die in einer Gemeinde im westlichen Landkreis Unterallgäu liegt, auch fündig: Insgesamt konnten die Beamten eine Haschischplatte mit rund 100 Gramm, über 10 Gramm Amphetamin und über 80 Gramm Marihuana sicherstellen, und übergaben die Ermittlungen deshalb dem Fachkommissariat der Kripo Memmingen.
Dieses ermittelt nun gegen den geständigen 22-Jährigen, und einem Mitbewohner, wegen Verdacht des Rauschgifthandels. Auch das in der Wohnung aufgefundene Bargeld von über 4.500 Euro ist zunächst sichergestellt. Darüber hinaus werden sich die Ermittlungen der Memminger Kriminalbeamten auch auf etwaige Abnehmer, sowie auf die Herkunft des Rauschgifts, ausdehnen.