Lindau – Opfer verkauft Beute aus angeblichen Raub

Lindau/Bodensee | 13.01.2012 | 12-0095

Polizei-EinsatzwesteUnerwartet endete für einen 18-jährigen jungen Mann aus Lindau eine Anzeige wegen Raubes die er Anfang Dezember bei der PI Lindau erstattete. Gegenüber den Beamten gab der Heranwachsende an, dass er am 07.12.2011 im Bereich einer Bushaltestelle von drei Männern ausgeraubt worden sei. Die drei unbekannten Täter hätten ihm Elektronikartikel im Wert von 1.700 Euro entrissen.  Als Beleg für die Tat übergab der 18-Jährige die original Verpackung der Gegenstände nebst Rechnung und beschrieb die Täter den Beamten detailliert. Nachdem durch die Polizeiinspektion Lindau und die Kriminalpolizeistation Lindau umfangreiche Ermittlungen getätigt worden waren, konnte der Fall gelöst werden. Aufgrund zahlreicher Ungereimtheiten wurde  am 12.01. die Wohnung des Anzeigeerstatters auf Antrag der Staatsanwaltschaft Kempten durchsucht. Hierbei konnte nicht nur ein angeblich geraubter Laptop aufgefunden werden, zusätzlich wurde auch der Verbleib eines von dem 18-Jährigen als gestohlen gemeldetes Handy geklärt.  Sämtliche Gegenstände waren über das Internet verkauft worden oder waren für den Verkauf bestimmt. Der Lindauer sieht jetzt nicht nur einer Anzeige wegen Vortäuschen der Straftaten entgegen, gleichzeitig werden ihm die Kosten für die Ermittlungstätigkeit der Beamten in Rechnung gestellt werden.

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