Lindau – Notfallmanagement der Deutschen Bahn AG schult im Landkreis Lindau die Feuerwehren

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Foto: Groll

 

Eine nichtalltägliche Sonderausbildung erhalten derzeit die Feuerwehren Lindau, Sigmarszell, Lindenberg und Weiler im Allgäu auf dem Güterbahnhofsgelände in Lindau. Ein spezieller Ausbildungszug der Deutschen Bahn AG steht für eine theoretische und praktische Unterweisung der Feuerwehrkräfte bereit. Abertausende Tonnen Gefahrgut werden täglich über das Bahnnetz sicher transportiert und dennoch gibt es auch hier immer wieder Unfälle oder Unregelmäßigkeiten, wo etwa tropfendes Gefahrgut die Ursache dann für einen Feuerwehreinsatz sind.

Gerade hier, am größten Trinkwasserspeicher Europas, dem Bodensee müssen bei einem derartigen Ereignis alle Register der Schadensverhütung und wenn notwendig der Schadensminderung gezogen werden. Gelangt etwa Öl in den See, wird die nationale oder gar die internationale Ölwehr aufge-boten. Mit den technischen Gerätschaften der Feuerwehren wird jedoch versucht, gerade das weitere auslaufen von Flüssigkeiten durch abdichten zu verhindern oder das Medium durch umpumpen in einen Ersatztankwagen zu sichern, der Umweltschutz steht dabei an erster Stelle.

Hierfür brauchen wir vernünftiges Material und eine gute Mannschaft, welche mit Bahnkesselwagen und Bahnarmaturen umgehen können. Der Ausbildungszug hat hierfür einen speziellen Armaturen-wagen, wo die unterschiedlichsten Anschlagpunkte in die Ausbildung einbezogen werden, desgleichen einen Leckage-Wagen, wo Abdichtmaßnahmen unter schwierigsten Bedingungen geübt werden können.

Die Feuerwehr Lindau hat insbesondere für die Bereiche Öl und Benzin die entsprechenden Gerätschaften und die erweiterte Schutzbekleidung, die Feuerwehr Sigmarszell ist mit dem landkreiseigenen Ölschadensanhänger wie die Feuerwehr Lindenberg mit einem Rüstwagen in dieses Aufgabenfeld eingebunden. Erweitern wir den Begriff Gefahrgut mit Säuren und Laugen, kommt der Landkreis-Gefahrgutwagen der Feuerwehr Weiler im Allgäu im Rendezvous-System ebenfalls zum Einsatz. Hier gilt der oberste Schutz der Mannschaft, spezielle Chemieschutzanzüge kommen genauso wie Spezialpumpen, Messgeräte und Auffangbehältnisse dann zum Einsatz.
In den drei Ausbildungstagen werden die Teilnehmer schwierigste Zugänglichkeiten bei angenommen Leckagen vorfinden, trotz umfangreicher Technik ist handwerkliches Geschick, Erfindergeist und körperliche Fitness notwendig,

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