Lindau – Langstreckenregatta „Rund um“

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Foto: Pöppel/Symbolbild

Am Freitagabend, 01.06.2018, starteten 312 Segelboote vor Lindau (B) zur 68. Langstreckenregatta Rund um.

Unmittelbar nach dem Start herrschte nur schwacher Wind, so dass einige Teilnehmer erst ca. 30 Minuten nach dem Start die Startlinie passieren konnten. Aufgrund des Wetterberichtes war aber ein interessanter Verlauf der Regatta zu erwarten. Wie vorhergesagt erreichte eine halbe Stunde nach dem Start eine Gewitterzelle das Schweizer Ufer und zog über das Hauptfeld der Regatta in Richtung Lindau. Durch die Wettfahrtleitung waren die Teilnehmer in zwei Wetterbriefings bereits auf die hohe Gewitterpotential aufmerksam gemacht worden und gebeten rechtzeitig entsprechende Maßnahmen wie die Verkleinerung der Segelfläche zu treffen. In Zusammenarbeit mit der Kreiswasserwacht Lindau wurde durch die Wasserschutzpolizei Lindau im Segelhafen die Koordinierungsstelle für alle Einsatzboote am Bodensee eingerichtet. Die Koordinierungsstelle hat sich seit Jahren bewährt. Für die Absicherung der Veranstaltung sowie die Durchführung des Seenotrettungsdienstes waren insgesamt 32 Einsatzboote aus 3 Ländern mit insgesamt 100 Personen im Einsatz. Trotz des bereits vorhergesagten „Digitalwetters“ mussten nur wenig Einsätze koordiniert werden. Mit Digitalwetter wurde seitens des LSC der schnelle Wetterwechsel von Flaute bis Sturmstärke in wenigen Minuten bezeichnet. Im Verlauf der Veranstaltung musste die Wasserwacht Lindau (B) in Lindau eine Person retten, die wohl selbst bei einer Handyrettung in Gefahr geriet. Ein Regattateilnehmer musste wegen Ruderschadens kurz nach dem Start wegen Ruderschadens aufgeben. Das manövrierunfähige Boot wurde durch das Wasserwachtboot Seewolf nach Lindau in den Seehafen geschleppt. Bei Auftreten der ersten Böen kam es im Bereich vor Alwind zur Kollision zwischen zwei Regattateilnehmern. Dabei wurde bei einem Segelboot der Außenbordmotor abgefahren, der im See versank. An dem Boot entstand ein Sachschaden von ca. 3500 Euro. Beim Unfallgegner entstand nur geringer Sachschaden von ca. 1000 Euro. Bei einem Bergungseinsatz touchierte ein Einsatzboot der Wasserrettung leicht ein stillliegendes Segelboot an dem ebenfalls ein geringer Sachschaden entstand. Am Samstag in den frühen Morgenstunden wurde die Koordinierungsstelle durch Passanten auf mehrere randalierende Jugendliche aufmerksam gemacht. Am Seehafen wurden durch eine Polizeistreife zwei 19 Jahre alte Männer aus Lindau und Wasserburg angetroffen, die dort einen Feuerlöscher versprühten, der ihnen gar nicht gehörte. Der Feuerlöscher konnte zugeordnet werden, die beiden Männer erwartet eine Strafanzeige.

An der Rund um waren Boote der Feuerwehren Lindau, Wasserburg, Hard und Bregenz, der Wasserwachten aus Lindau und Nonnenhorn, der Österreichischen Wasserrettung, der SLRG, DLRG, Wasserschutzpolizei Baden-Württemberg, THW Lindau, Seepolizei Thurgau, Seepolizei Hard, Zoll Konstanz und Friedrichshafen, sowie der Schifffahrtskontrolle Rorschach beteiligt. Die internationale Zusammenarbeit hat sich wie immer bewährt