Lindau – Internationale Zusammenarbeit bei Langstreckenregatta ein Erfolg

Lindau/Bodensee + 31.05.2013 + 13-0995           

wasserwacht-26Für die diesjährige Langstreckenregatta rund um die Lindauer Segler-Clubs wurde von Freitag, 31.05.2013, auf Samstag, 01.06.2013, wieder eine Internationale Koordinierungsstelle für Notfälle im Segelhafen eingerichtet. Trotz des Regens verhieß der Wetterbericht Wind und vor allem nachts gefährliche Böen. Von den 342 gemeldeten Personen gingen 278 Boote am Freitagabend an den Start. Der Start verlief ohne größere Zwischenfälle.
Kurz nachdem das erste Boot noch vor Mitternacht die Wendemarke Überlingen umrundet hatte, kam über die Integrierte Leitstelle die Miteilung über einen gekenterten Katamaran vor Überlingen. Tatsächlich war vor Birnau ein Katamaran gekentert. Der Katamaran konnte mit Hilfe des Polizeibootes aus Überlingen, dem DLRG-Boot aus Sipplingen und dem Begleitboot aufgestellt werden. Es entstand weder Personen- noch Sachschaden. Einige Minuten später wurde von der Schiffsführerin eines Bootes vor Romanshorn ein junge Frau mit Kreislaufproblemen direkt bei der Koordinierungsstelle mitgeteilt. Zwei Boote der DLRG und ein Boot der Seepolizei machten sich auf die Suche nach dem Boot.

Das Boot konnte vor Romanshorn einige Zeit später festgestellt werden. Die junge Frau aus Lindau wurde vom Boot der Seepolizei übernommen und in Romanshorn an den Rettungsdienst übergeben. Wie später über die Regattaleitung in Erfahrung gebracht werden konnte, geht es der jungen Frau in der Zwischenzeit wieder gut. Ebenfalls noch vor Mitternacht meldete sich der Schiffsführer eines Katamarans. Sein Katamaran war vor Hagnau wegen eines Materialbruchs gekentert. Der Versuch den Katamaran mit Hilfe des Zoll-Bootes aus Friedrichshafen und einem DLRG-Boot aufzustellen misslang, da einer der Schwimmer leck war und volllief. Das Boot musste in der Nacht aufgegeben werden, da eine weitere Bergung in der Dunkelheit und dem herrschenden Seegang nicht möglich war. Es wurde mit Lichtern gekennzeichnet und seinem Schicksal überlassen. Am Samstagmorgen, 01.06.2013, wurde der havarierte Kat mit dem Polizeiboot aus Friedrichshafen mit Unterstützung eines DLRG-Bootes nach Kirchberg geschleppt und geborgen. Am Kat entstand durch die Kenterung Totalschaden.
Kurz nach Mitternacht wurde vom Polizeiboot aus Friedrichhafen ein Begleitboot eines Regattateilnehmers mit Motorschaden festgestellt. Das Begleitboot musste durch das Polizeiboot nach Friedrichshafen geschleppt werden. Am Samstagnachmittag meldete sich noch ein verletzter Segler eines Schweizer Katamarans. Der Segler hatte sich gegen Mitternacht vor Romanshorn an der Hand verletzt, als der Katamaran unterschnitt und plötzlich abgebremst wurde. Eine ernsthafte Verletzung wurde nicht festgestellt.
Es waren insgesamt 32 Boote der Wasserschutz- und Seepolizeien, Feuerwehren, THW, Wasserwacht, BRK, ÖWR, SLRG und DLRG und ca. 150 Einsatzkräfte rund um den Bodensee im Einsatz. Durch die hervorragende Zusammenarbeit auf dem See konnten alle Notfälle in kürzester Zeit abgeklärt und abgearbeitet werden.

 

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