Lindau – Hummelnest angezündet – Stunden später Brand an Dachgaube

15-05-2014_ostallgaeu_halblech_eschenberg_brand_landwirtschaftliches-anwesen_bringezu_new-facts-eu20140515_0070

Foto: Bringezu

Der Versuch eines jungen Mannes ein Hummelnest zu bekämpfen war erfolgreicher als geplant.

In der Nacht von Donnerstag, 29.05.2014, auf Freitag, 30.05.2014, musste die Feuerwehr Lindau zu einem Brand einer Dachgaube ausrücken. Gegen 3.30 Uhr hatte ein 21-jähriger Mann festgestellt, dass Glutbrocken vor einem Fenster herunterfallen. Beim Eintreffen der alarmierten Polizei stellten die Beamten eine deutliche Rauchentwicklung oberhalb des Fensters fest, weshalb das Gebäude in dem sich über zehn Personen aufgehalten hatten, von ihnen geräumt wurde.

Der Brand der Dachgaube konnte durch die Feuerwehr innerhalb kürzester Zeit bekämpft werden. Dennoch entstand an dem Objekt ein Schaden von mindestens 10.000 Euro. Bei der Ermittlung der Brandursache konnte recht schnell ein technischer Defekt ausgeschlossen werden. Einen Hinweis gaben jedoch die zahlreichen Hummeln welche bereits in der Nacht die Einsatzkräfte umschwirrt hatten. Nachdem von den Beamten der Kripo Lindau im geschädigten Bereich auch noch die Reste eines Hummelnests gefunden worden waren, räumte ein 20-Jähriger schließlich ein, dass Stunden zuvor das Nest von ihm mit einem Feuerzeug angezündet worden war um die Insekten zu vertreiben. Offensichtlich hatte sich hierbei ein Glutnest gebildet, das, obwohl das erste Feuer mit einem Eimer Wasser gelöscht worden war, die Dachgaube in Brand gesetzt hat. Neben dem naturschutzrechtlichen Verstoß sieht der junge Mann auch noch einer Anzeige wegen der fahrlässigen Brandstiftungen entgegen.

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